50 Jahre Tambourcorps Thomasberg

Abgebildete Personen

Aufnahme: 1972

50 Jahre Tambourcorps Thomasberg

"Drei Tage lang feierte das Tambourcorps Thomasberg sein 50jähriges Jubelfest. Mit dem Verlauf der Feierlichkeiten, die bei schönstem Sommerwetter stattfanden, kann der Vorstand sehr zufrieden sein.

Auftakt der Festlichkeiten war am Samstagabend eine Kranzniederlegung am Ehrenmal. In Anwesenheit der Freiwilligen Feuerwehr legte der erste  Tambourmajor, Josef Büsgen, einen Kranz nieder und sprach Gedenkworte an die Gefallenen des Corps und des Ortsteiles Thomasberg. Das Jubiläumscorps selber intonierte das Lied vom 'Guten Kameraden' und der Gemischte Chor gab mit mehreren besinnlichen Liedern der Totenehrung einen würdigen Rahmen. Nach einem gemeinsamen Zug zur Kirche wurde dort ein Gottesdienst zu Ehren der Lebenden und Verstorbenen des Tambourcorps zelebriert. Der Kirchenchor verschönerte durch seine Darbietungen die Messe.

Bis auf den letzten Platz besetzt war späterhin das Festzelt an der Schule, wo das Jubelcorps zu einem Festkommers mit Tanz eingeladen hatte.

Vorsitzender und Tambourmajor Josef Mehren begrüßte zunächst den Schirmherrn der Veranstaltung, Bürgermeister Günter Hank. Sein weiterer Gruß galt dem Ehrenbürger und früheren Bürgermeister von Oberpleis, Anton Weber, Rentmeister Wilhelm Weber, der die Festschrift mitverfaßte, dem ersten Beigeordneten der Stadt, Erich Lichtenberg, den Ortsvereinsvorständen, Verkehrsdirektor Hoffmann, dem Musikzug 'Bergklänge' Heisterbacherrott, mit dem das Jubelcorps eine echte Freundschaft verbindet, Kreistagsabgeordneten Potthast, dem stellvertretenden Bürgermeister Klümpers sowie den Ratsherren Dupré, Kellermann, Müller, Gilka und Losem.

Unter der Leitung des zweiten Tambourführers, Dietmar Neuhöfer, zog dann das 50jährige Corps mit klingendem Spiel in den Saal ein. Zur Freude der vielen Gäste an diesem Abend übernahm dann der erste Tambourführer vor 50 Jahren, Josef Büsgen, den Stab und dirigierte einen Marsch, dem sich das im Siebengebirge bekannte Lied 'Da wo die sieben Berge' anschloß. Josef Büsgen stellte anschließend seine ersten Mitstreiter vor: Jakob Müller, der ihm die ersten Flötentöne beigebracht habe, Adolf Bellinghausen und Peter Otto. Die Mitglieder des Corps ermahnte er, weiter so zu bleiben, wie sie sind, denn 'wie das Tambourcorps, so die Strücher'.

Nachdem Josef Büsgen noch einige Begebenheiten aus der Gründerzeit zum Besten gegeben hatte, überreichte Dietmar Neuhöfer ein Bild aus längst vergangenen Tagen, als er (Josef Büsgen) dem Corps mit dem Tambourstab noch voranschritt.
Zweiter Vorsitzender, Eugen Koch, überreichte seinem 'Chef', Josef Mehren, eine Plakette mit einer Uhr, für seine Verdienste um das Corps. Eine Plakette verlieh Josef Mehren auch seinem Vorgänger, Josef Büsgen, dem die Gründung des Corps zu verdanken ist.

Schirmherr Günter Hank überbrachte die Glückwünsche des Rates und hatte aus seinem 'unerschöpflichen Fonds' einen Geldbetrag mitgebracht. Außerdem überreichte er dem Vorsitzenden ein Blumenangebinde. Hank führte in seiner Geburtstagsrede aus: 'Sie haben Freude am Spiel und durch Ihr Spiel haben Sie wiederum Ihren Mitbürgern Freude bereitet. Das Corps hat in den vergangenen 50 Jahren seine Aufgaben erfüllt und es wird sie auch weiterhin erfüllen.'

Josef Mehren überreichte dem Schirmherrn zur Erinnerung an das Jubiläum einen Zinnteller mit Eingravierung 'Dem Schirmherrn zur Erinnerung. 50 Jahre Tambourcorps Siebengebirge Thomasberg.'

Den Reigen der Gratulanten eröffnete der Gemischte Chor Thomasberg mit zwei gesanglichen Darbietungen, dem 'Gefangenenchor' und dem 'Lied der Taiga'. Vorsitzender Schild überreichte dem Jubelcorps ein Geldgeschenk und ein Blumenangebinde.

Die Glückwünsche der CDU und des Bürgerfestausschusses überbrachte Georg Gilka. Für den Bürgerfestausschuß überreichte er Blumen und für die CDU einen Taktstock. Weitere Gratulanten, die Blumen und Geldgeschenke überreichten, waren der Kirchenchor, die Freiwillige Feuerwehr, die SPD, der TuS Thomasberg, der Skiclub und die UBG. Die benachbarten 'Bergklänge' aus Heisterbacherrott ließen durch ihren Vorsitzenden, Fritz Müller, einen Tambourstab und Blumen überreichen.

Höhepunkt des Abends waren dann die artistischen Darbietungen der Oelinghovener Volkstanzgruppe.

Ständig umlagert waren die Sektbar und der Weinbrunnen. Die Bewirtung, auch des Zeltes, hatten die Mitglieder des Tambourcorps und ihre Frauen übernommen.

Nach einem Frühschoppen am Sonntagmorgen im Festzelt, welchen wiederum die 'Bergklängler' verschönerten, wurden die 25 auswärtigen Vereine mit über 600 Musikanten begrüßt. Sie gaben anschließend dem Festzug durch die mit Fahnen geschmückten Straßen ein farbenprächtiges Bild. Unter den zahlreichen Corps befanden sich auch zwei aus Holland. Die einzelnen Corps gaben im Festzelt anschließend eine Probe ihres Könnens. Zur Erinnerung wurden ihnen Festplaketten überreicht.

Zu Mittag gab es Erbsensuppe, Spießbraten und andere Delikatessen, die im Handumdrehen bei der Masse der Besucher vergriffen waren. Kein Wunder, daß bei dem warmen Wetter auch die Getränke und das Eis reißenden Absatz fanden.

Der Tanz am Sonntagabend und am Montagmorgen der Frühschoppen beendeten das Jubelfest des Tambourcorps."

Quelle
Siebengebirgs-Zeitung Nr. 33 vom 11. August 1972
Zur Verfügung gestellt von
Friedrich Müller
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