Die Sensation in Heisterbacherrott

Abgebildete Personen

Aufnahme: 1972

Die Sensation in Heisterbacherrott

Ex-FDP-Bürgermeister trat zur CDU über.
"Das war die Sensation in Heisterbacherrott am vergangenen Sonntag bei einer Bürgerversammlung im „Jägerhof": Der vieljährige Bürgermeister der ehemals selbständigen Gemeinde Heisterbacherrott, Friedrich Müller, der der FDP angehörte, trat zur CDU über. Müller gab zu Beginn der Versammlung eine Erklärung ab, in der er ausführte, dass er in den letzten zwei Jahren keine positive Einstellung zu den politischen Grundsätzen der FDP gefunden habe und man im Stadtgebiet von Königswinter von einer nennenswerten Repräsentation dieser Partei nicht sprechen kann. „Ich habe daher am 15. März meinen Austritt aus der FDP erklärt." Weiter hieß es in der Erklärung: „Ich sehe mich zu diesem Schritt umso mehr veranlasst, da ich in der alleinigen Fraktionszusammenarbeit mit der SPD für meine kommunalpolitische Tätigkeit für Heisterbacherrott keine ausreichende Grundlage sehe.

Die Belange des Ortsteiles Heisterbacherrott sind seit Bestehen der neuen Stadt Königswinter nur unbefriedigend berücksichtigt worden; so gibt es in den Ratsausschüssen zur Zeit nur einen sachkundigen Bürger aus Heisterbacherrott. Diese Situation hat entscheidend zu meinem Entschluss beigetragen." Der Vorsitzende der CDU-Stadtpartei und Ratsmitglied, Gilka, erklärte zu dem Übertritt Müllers: „Das Ratsmitglied Fritz Müller ist an den Vorstand der CDU Königswinter herangetreten, mit dem Wunsch, Gespräche aufzunehmen, die seine Aufnahme in die CDU und in die CDU-Fraktion des Rates der Stadt zum Ziele hatten.

Fritz Müller sieht in der Mitgliedschaft bei der FDP keine Basis für eine wirkungsvolle kommunalpolitische Tätigkeit für Heisterbacherrott. Er hat daher seinen Austritt aus der FDP erklärt und gleichzeitig seine Aufnahme in die CDU beantragt. Der CDU-Vorstand hat in Abstimmung mit dem Kreisvorstand dem Ersuchen von Fritz Müller entsprochen. Gleichzeitig wird er damit Mitglied der CDU-Stadtratsfraktion. Die CDU begrüßt den Entschluss von Fritz Müller. Die Partei wird die künftige kommunalpolitische Tätigkeit ihres neuen Fraktionsmitgliedes wirksam und nachhaltig unterstützen und die Besetzung von Ratsausschüssen durch sachkundige Bürger aus Heisterbacherrott sicherstellen." Die CDU wird zukünftig im Rat nunmehr über 19 Sitze verfügen. St."

Quelle
Siebengebirgs-Zeitung 1972
Zur Verfügung gestellt von
Friedrich Müller/Winfried Görres
Räume & Galerien
Aus Siebengebirgs-Zeitung Kommunales Kommunales Heisterbacherrott
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