18 Korps beim Musikfest in Heisterbacherrott

Abgebildete Personen

Aufnahme: 1972

18 Korps beim Musikfest in Heisterbacherrott

"Das Wetter am zweiten Tag des Heisterbacherrotter Volks- und Musikfestes war noch schöner als am Samstag, dem Eröffnungstag. Daher war es auch kein Wunder, daß am Nachmittag beim Festzug und dem Freundschaftsspiel der einzelnen Korps immer mehr Besucher nach Heisterbacherrott kamen. Schließlich mußten die letzten Autofahrer ihre fahrbaren Untersätze entweder in Thomasberg oder im sogenannten 'Mantel' parken. Tausende kamen wieder zum Fest der Heisterbacherrotter. Den beiden Polizisten war es kaum noch möglich, den Verkehr zu regeln.

Der zweite Tag begann mit einem Festhochamt. Anschließend wurde der Frühschoppen im Festzelt durch eine französische Folkloregruppe mit Liedern und Tanzen verschönert. Aus der Hand von Fritz Müller erhielten die französischen Freunde einen Blumenstrauß und einen Wimpel der 'Bergklängler', während die Heisterbacherrotter Musikanten einen Wappenteller aus dem 1303-jährigen St. Dié in Empfang nehmen konnten.

Ein farbenprächtiges Bild bot der Empfang der auswärtigen Vereine und der anschließende Festzug durch die fahnengeschmückten Straßen. Besonders bejubelt wurden dabei die Bläser aus Singen/Hohentwiel und die französischen Sänger, Sängerinnen, Tänzer und Tänzerinnen. Angeführt wurde der Festzug von vier hübschen Amazonen des Dollendorfer Reitervereins. Als erstes Musikkorps sah man die gastgebenden 'Bergklängler' aus Heisterbacherrott. Dann folgten die Musikkorps aus: Meindorf, Königswinter (Drachenfels), Oelinghoven, Beuel, Rhöndorf, Thomasberg, Bruchhausen, Eudenbach, Unkel, Asbach, Uthweiler, Königswinter (1968), Unkelbach, Königswinter (Feuerwehr), Ittenbach, Auelgau und Oberkassel. Aufgelockert wurde der Zug durch Fahnenabordnungen der Junggesellen und der Feuerwehr von Heisterbacherrott. Alle teilnehmenden 18 Korps erhielten als Erinnerung an diesen Tag den Wimpel der 'Bergklänge'. Außerdem gab es für die Korps, die seit Bestehen des schon zur Tradition gewordenen Festes mitwirkten, ein Fäßchen Bier.

Nach dem Festzug erfreuten alle Korps zusammen unter der Stabführung von Fritz Müller und dem Dirigenten der Singener 'Stadtharmonie' auf dem Festplatz mit den 'Alten Kameraden'. Die Singener erfreuten dann noch mit einigen Einlagen und dann spielten im Festzelt die einzelnen Korps auf.

Der Tag wurde mit einem Tanzabend beendet. Am Pfingstmontag, dem dritten Tag, spielte die Kapelle 'Sturmflut' drei Stunden lang Beatmusik für die Jugend und abends gab es einen 'Ball Paradox' mit einer bekannten Stimmungskapelle."

Quelle
Siebengebirgs-Zeitung Nr. 23 vom 2. Juni 1972
Zur Verfügung gestellt von
Heimatverein Siebengebirge e.V. Königswinter
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