Aufnahme: 1968 (
Wo ist der Kopfschutz aus Leder ? Weit und Breit kein Lederkopfschutz ! Die Kopfbedeckung der Arbeiter im Steinbruch Weilberg
Die Siebengebirgs-Zeitung berichtete:
Lavasäulen am Weilberg.
Ein Blick in den Schoß des Siebengebirges.
Wollen Sie einmal 30 Millionen Jahre — in die Mitte der Tertiärzeit — zurückblicken? Sie brauchen nicht weit zu fahren. Im Siebengebirge wurde durch den Verschönerungsverein ein Gebiet erschlossen, das nicht nur für Geologen von Interesse sein dürfte. Rund um den Weilberg, an der Straße von Oberdollendorf nach Heisterbacherrott gelegen, präsentiert sich dem Beschauer eine Vulkanlandschaft, die in eindrucksvollster Weise die Entstehung des Siebengebirges demonstriert. Anlässlich einer Frühwanderung der Karnevalsgesellschaft Oberdollendorf hatte unser Mitarbeiter Gelegenheit, sich am Weilberg umzusehen. Der VVS hat alles daran gesetzt, um dieses geologisch wie landschaftlich reizvolle Gebiet dem Wanderer zugänglich zu machen.
Sondermittel der Naturschutzbehörde wurden verwandt, um den Steinbruch selbst gründlich auszuräumen, Steinbruchwände und die wichtigsten geologischen Aufschlüsse freizulegen. Man muss nicht in den Steinbruch klettern, um den roh geklüfteten Basalt mit seinen schlanken Säulen oder die rotgefärbte „Kontaktzone", entstanden durch das Eindringen der glühenden Lava in den Tuff, zu bestaunen. Eine abgesicherte Aussichtsterrasse vermittelt den Ausblick auf die vielfältig gegliederte Steinbruchwand ebenso eindrucksvoll. Ein kleiner Parkplatz wurde im Walde angelegt und gut ausgebaute Rundwanderwege führen zum Ziel. Bis vor einigen Jahrzehnten noch wurde dort wertvoller Basalt gebrochen. Seit 100 Jahren ist der Weilberg eines der interessantesten Studienobjekte namhafter Geologen des In- und Auslandes.
Nach großen Bemühungen gelang es zunächst 1923 und endgültig 1944, ihn durch die damalige Neufassung der Verordnung über das Naturschutzgebiet Siebengebirge unter Schutz zu stellen. Trotz allem Verständnis für die Belange des Naturschutzes bemühte sich die Linzer Basalt AG als Eigentümerin in den Folgejahren immer wieder um eine Ausnahmegenehmigung zur Steingewinnung. Eine große Brecheranlage, die zu sprengen den Verantwortlichen zu riskant erschien, erinnert an jene Zeit. Die Arbeiten am Steinbruch selbst wurden in Fühlungnahme mit dem Direktor des Geologischen Instituts der Universität Bonn, Prof. Dr. Bierther, durchgeführt, der auch die Panoramatafel auf der Aussichtsterrasse entwarf. St.
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