Abgebildete Personen
Aufnahme: 1967
Ochsenspießbraten in Heisterbacherrott — Ein wahres Volksfest
"Innerhalb von knapp fünf Stunden war der Ochse verzehrt worden. Die Ortsvereine von Heisterbacherrott hatten die Bevölkerung der Gemeinde und der umliegenden Orte zu einem Ochsenspießbratenessen auf dem großen Marktplatz eingeladen. Ein Metzgermeister aus Bensberg sorgte für die mundgerechte Herstellung des Ochsenbratens. Insgesamt wurden rd. 1000 Portionen verkauft. Der Ochse hatte zuvor drei Wochen im Kühlschrank gehangen. Dann wurde er mit den notwendigen Gewürzen versehen. Am Verkaufsstand auf dem Marktplatz herrschte ständig starker Andrang. Gegessen werden konnte in einem Zelt und unter freiem Himmel. Unter freiem Himmel hatte man auch eine Tanzfläche errichtet. Zum Tanz und zur Unterhaltung spielte der Musikzug 'Bergklänge' auf. Zu dem Ochsenspießbraten gab es auch Ochsenschwanzsuppe und Pommes frites. Die Pommes frites wurden von den Frauen der örtlichen Freiwilligen Feuerwehr verkauft, während das Hilfswerk des DRK aus Troisdorf die 100 Liter Ochsenschwanzsuppe 'an den Mann' brachte. Es herrschte eine Bombenstimmung. Serviert wurde von den Damen des Tanzkorps und des Kirchenchores. Für die nötige flüssige Nahrung sorgte der Bürgerfestausschußvorsitzende Erich Krebs, der an diesem Abend 'Ochsenwirt' genannt wurde. Leider hatte man aber nicht an die Autofahrer gedacht. Es gab nämlich nur alkoholische Getränke.
Gegen 21.30 Uhr kündigte Bürgermeister Müller eine Überraschung an. Es wurde ein kleines Feuerwerk abgebrannt.
An zwei Schießbuden konnte man seine Treffsicherheit erproben. Es war ein gelungener Abend. Er soll baldmöglichst wiederholt werden. Der Platz war mit Fackeln erleuchtet.
Nach Abzug der Unkosten soll der Reingewinn an die beteiligten Vereine verteilt werden."
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