Schützenfest in Heisterbacherrott

Abgebildete Personen

Aufnahme: 1967

Schützenfest in Heisterbacherrott

"Die große Hitze war schuld, daß sich beim Festzug anläßlich des ersten Schützenfestes in Heisterbacherrott so wenig Zuschauer eingefunden hatten. Auch der abendliche Festakt mit Siegerehrung war schlecht besucht. Die meisten Bewohner der Siebengebirgsgemeinde hatten es vorgezogen, irgendwo Kühlung zu suchen, sei es unter schattigen Bäumen oder in den Schwimmbädern, die an diesem Sonntag teilweise wegen Oberfüllung geschlossen werden mußten.

Am Festzug der Heisterbacherrotter-Thomasberger Schützen nahmen sieben befreundete Schützenvereine teil, und zwar aus Oberkassel, Heidebergen, Limperich, Dollendorf, Aegidienberg, Kasbach und Königswinter. Die meisten Schützen, nämlich 17, kamen aus Aegidienberg. Ihnen überreichte am Abend bei der Siegerehrung der Vorsitzende, Franz Kuhl, der zum ersten Male in seiner Amtskette auftrat, einen Meistbeteiligungspreis. Es handelte sich um 35 Knackwürste, auf jeden Schützen entfielen also rd. zwei Würste. Nach dem Festzug begann ein Schießen für die Schützen und für die Bevölkerung. Eine Imbißbude sorgte am Schießstand dafür, daß die Schützen während des dreistündigen Wettkampfes bei Kräften blieben.

Den besten Schuß auf die Ehrenscheibe für Ehrengäste gab Amtsdirektor Hilger ab, der die Ehrenscheibe dem jungen Sportschützenclub für die Ausschmückung des neuen Schießstandes überließ. Den vom Vorsitzenden Franz Kuhl gestifteten Wanderpokal erschoß sich der KKS Oberkassel. Franz Kuhl überreichte dem Mannschaftsführer Harry Wohlbier den Pokal. Die weiteren Preise überreichten Vorsitzender Franz Kuhl und Kreissportwart Hermann Frömbgen gemeinsam. Die Ehrenpreise und Erinnerungsplaketten waren in Gold, Silber und Bronze angefertigt worden. Den Goldenen Ehrenpreis erschoß sich Willi Nagel vom KKS Oberkassel. Den Ehrenpreis in Silber erhielt Harry Wohlbier, ebenfalls vom KKS Oberkassel. Der Aegidienberger Schütze Schmidt erhielt den Bronzenen Ehrenpreis.

Die Goldene, Silberne und Bronzene Erinnerungsplakette erhielten Schützen aus Aegidienberg und Limperich. Erinnerungsplaketten überreichten Franz Kuhl und Hermann Frömbgen im blumengeschmückten Jägerhof auch den Ehrengästen. 20 Heisterbacherrotter Bürger beteiligten sich mit Erfolg an dem Bürgerpreisschießen. Sie erhielten schöne Sachpreise. Nachstehend führen wir die vier besten Heisterbacherrotter Laienschützen auf: 1. L. Wijbenga (30 Ringe), 2. H. Wijbenga (29), Ferdinand Nietzer und H. Wallau als 3. und 4. mit je 28 Ringen.

Für alle Schützengesellschaften wurde ein Sachpreisschießen durchgeführt. 1. Günter aus Heidebergen, 2. Harry Wohlbier aus Oberkassel, 3. Metzen aus Kasbach, 4. Kurenbach aus Aegidienberg und 5. Willi Nagel aus Oberkassel.

Amtsbürgermeister Gilgen zeigte sich sehr überrascht über die schöne Schützenhalle. 'Die Bevölkerung von Heisterbacherrott und Thomasberg kann stolz sein auf ihre Schützen.' Als persönliche Spende überreichte Gilgen einen Scheck. 'Möge die Schützenhalle die Schützen zu reger sportlicher Betätigung anregen, mögen sie Freude am Stande haben und möge der Sportschützenclub weiter blühen und gedeihen.'

Kreissportwart Frömbgen überbrachte die Glückwünsche des Patenvereins KKS Oberkassel. 'Die Patenschaft kann jetzt abgeschlossen und durch echte und dauerhafte Freundschaft ersetzt werden.' Frau Berni Junior überreichte Franz Kuhl im Namen des KKS Oberkassel einen Blumenstrauß.

Die Glückwünsche des Bürgerfestausschusses sprach Präsident Erich Krebs aus. Er nannte einige Damen und Herren, die sich aktiv am Bau der Schützenhalle betätigt haben: Walther Ahlhorn, Otto Trachte, Günther Himstedt, Ilse Kuhl, Frau Wirz, Frau Brodesser, Frau Trachte und Mia Münz, die übrigens als einzige Schützin am Festzug teilnahm.

Zu Beginn des Abends hatte Präsident Franz Kuhl als Gäste begrüßen können: Pater Gralka, Bürgermeister Müller, Amtsdirektor Hilger, Amtsbürgermeister Gilgen, Bürgermeister Riscop (Niederdollendorf), Amtmann Franzen, Bürgermeisterstellvertreter Kurth (Oberkassel) und die Ehrenmitglieder Hermann Frömbgen und Sepp Groß. Bürgermeister Weber (Oberpleis) hatte Grußworte gesandt.

'Der heutige Tag bildet einen Merkstein in der Geschichte unseres Sportschützenclubs', sagte Präsident Kuhl.

Zum Schluß rief Kuhl den Schützen noch zu: 'Stehen Sie, meine lieben Schützenfreunde, auch in der Zukunft zusammen in echter, opferwilliger Schützenkameradschaft, dann brauchen wir uns für die Zukunft unseres jungen Vereins keine Sorgen zu machen. Möge in unserem Verein ein freier Schützengeist herrschen, der zu sportlichen Leistungen anspornt. Das walte Gott!'"

Quelle
Siebengebirgs-Zeitung Nr. 27 vom 7. Juli 1967
Zur Verfügung gestellt von
Heimatverein Siebengebirge e.V. Königswinter
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Aus Siebengebirgs-Zeitung Vereine Heisterbacherrott
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