Schulentlassung in Stieldorf im Jahre 1954

Abgebildete Personen

Aufnahme: 1954

Schulentlassung in Stieldorf im Jahre 1954

Bei dieser Schulentlassung war auch der Lehrer Josef Effern aus Sonderbusch dabei, der am 4. Juli 2024 mit seiner Ehefrau Marlies geb. Hasenberg den 65. Hochzeitstag (Eiserne Hochzeit) feierte. Als Schülerin hatte sie in der Zeit von 1940 bis 1948 die Kath. Volksschule Stieldorf besucht.

Unter den entlassenen Schülern befanden sich Alfred Neuhöfer aus Oelinghoven, der in den 1960er und 1970er Jahren Vorsitzender des SV Oelinghoven war, und Helmut Wichartz aus Stieldorferhohn, der in den Vereinen HC Stieldorferhohn, TuS Siebengebirge und Bürgerverein Stieldorferhohn über mehrere Jahre dem jeweiligen Vorstand angehörte.

Über das Klassentreffen in Stieldorf 30 Jahre nach der Schulentlassung berichtete Ulrich Meurer, ein ehemaliger Schüler dieser Klasse, in der Siebengebirgs-Zeitung vom 28. Juni 1984:

Das Klassentreffen des Entlassungsjahres 1954 wird allen Beteiligten in bester Erinnerung bleiben. Nicht nur das fast historische Datum „30 Jahre", sondern auch der gesamte Rahmen entsprach voll und ganz dem freudigen Anlass.

Wie üblich waren die Tische nett gedeckt und mit Blumen geschmückt - das Menü war reichlich und fein. Die edlen Getränke sorgten gleich zu Beginn für aufgelockerte Unterhaltung. Anekdotenerzähler riefen gemeinsame Erlebnisse aus der Schulzeit zurück. Auch die Streiche, unter denen manche Lehrperson zu leiden hatte, wurden nicht vergessen.

In diesen Erlebnisaustausch wurde auch Herr Lehrer Effern einbezogen. Kurios - denn der 11.11.1952 war sein erster Schultag in Stieldorf. Aber auch die Sonntage wurden - in der damals noch strengen Zeit - von Herrn Oberlehrer Beinlich als „Dienst-Tage" auf Herrn Effern übertragen. Die Kindermesse war von da an zumindest mit einer Lehrperson gesichert. Aber auch die Nachmittagsandacht sollte an den Junglehrer Effern übertragen werden - natürlich als Respekts- und Aufsichtsperson. Aber hierüber schilderte Herr Effern, wie taktisch klug er dieses Amt andern überließ. Auch die Motorradepisoden (wer hatte damals schon ein Motorrad, außer Arzt, Lehrer . . .) mit Anschieben, weil der alte Kasten nicht wollte, wurden wieder drei Jahrzehnte zurückgedreht. Abschluss bildete ein Lloyd, der zeitlich genau mit unserer Entlassung dann den fahrbaren Untersatz zur gehobenen Klasse machte. Spiritus rector, zu deutsch „geistig treibende Kraft", war das Lob an einen aus unserer Mitte. 

Aber auch eine Leistung, der Stolz Stieldorfs, muss erwähnt werden. „Fußball-Amtsmeister 1953". Wolfgang brachte ein Bilddokument mit, auf dem die damalige erfolgreiche Mannschaft zu sehen war. Auf der Rückseite dann noch die Widmung des damaligen Sportlehrers.

Für Überraschung sorgten einige Ehemalige, die sich 30 Jahre lang „versteckt" hatten. Das Erkennen, Mensch, bist Du es, bedeutete mehr als nur die paar Worte. Aber nun zu denen, die eine weite Fahrt hinter sich gebracht hatten, um das Treffen zu bereichern. Hier sei zuerst Erich Gies genannt, der aus der Schweiz kam und die letzten fünf Stunden (es war bereits Sonntag) mit allerhand Storys ausschmückte. Den Höhepunkt bildete Karl. Er war eingeladen - eine Antwort fehlte. Als dann gegen Abend doch noch ein Nachzügler eintraf, war er es. Wie schön, sein Orden hatte Verständnis für weltliche Dinge - insbesondere für ein Klassentreffen. Karl war der zweite „Schweizer".

Genau 20 ehemalige Schüler nach 30 Jahren und Herr Effern waren die Ausbeute. (Wir hatten schon Treffen mit größerer Beteiligung!). Zum nächsten Klassentreffen sind alle eingeladen, die irgendwann zu uns gehörten. Natürlich auch die, die bisher den Weg noch nicht fanden oder deren Adressen uns nicht vorliegen. Bitte melden bei: Wichartz Helmut, Jagdweg 14, 5330 Königswinter 42, Telefon (02244) 4629. Wir wissen, dass im Großraum Königswinter, Siegburg, Bonn und Köln die meisten Ehemaligen wohnen.

Zum Schluss noch einen Dank an die „Ortsvorstände", die sich jedes Mal die Mühe der Einladungen usw. machen. 

Quelle
Schulen im Kirchspiel Stieldorf (von Rudolf Pieper)
Zur Verfügung gestellt von
Hermann Josef Reintgen
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