Abgebildete Personen
Aufnahme: 1966
40 Jahre Feuerwehr Heisterbacherrott
"Auf dem Festkommers in der Gaststätte Lichtenberg anläßlich des 40jährigen Jubiläums der Heisterbacherrotter Feuerwehr überbrachte auch ein Vertreter des Kreisfeuerwehrverbandes des Siegkreises die Glückwünsche von Kreisbrandmeister Wilhelms. Dieser teilte mit, daß die Siegkreiswehren 1965 insgesamt rd. 1100 Einsätze durchgeführt hätten, darunter 500 Rettungsdienste an Menschen. Im Siegkreis gibt es rd. 2000 Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren. Der Beauftragte des Kreisbrandmeisters überreichte der Jubiläumswehr ein Geldgeschenk. Dieser Betrag sei für einen Brandmeisterlehrgang an der Wehrschule in Münster bestimmt. Bürgermeister Müller sagte in seiner Ansprache beim Festkommers: 'Den selbstlosen Feuerwehrmännern soll durch diese Veranstaltung der öffentliche Dank zukommen, den sie billigerweise für ihre Dienstleistung erwarten können. Mögen sie alle dieses Fest begehen im Bewußtsein ihrer steten Pflichterfüllung und damit ihrer Aufgabe edler Menschlichkeit gerecht werden. Sie wollen dadurch bekunden, daß sie als Beschützer der Menschen, seiner Güter und Kulturwerke Soldaten des Friedens und Helfer der Menschheit sind.' Franz Kuhl las zahlreiche Glückwunschadressen vor. So hatten u. a. der Heisterbacherrotter Wehr gratuliert: der Präsident des Internationalen Komitees für vorbeugenden Brandschutz und Feuerlöschwesen, Josef Holaubek, der auch Präsident des österreichischen Feuerwehrverbandes ist; der Vizepräsident des gleichen Komitees, Zemski; der Präsident des deutschen Feuerwehrverbandes, Albert Bürger und der Landesfeuerwehrverband NRW. Eine Firma aus Karlsdorf in Baden hatte der Wehr ein Miniphantom gestiftet. Es handelt sich dabei um ein Übungsgerät zur Wiederbelebung. Für 35jährige Mitgliederschaft ehrte Bürgermeister Müller mit der Überreichung eines Diploms und der Ehrennadel: Johann Pütz, Engelbert Jonas, Johann Unkelbach, Peter Gierlach, Heinrich Münz und Peter Müller. Für ihre Verdienste um die Wehr und die Ausgestaltung des 40. Stiftungsfestes wurden geehrt: Der stellvertretende Wehrführer Mathias Unkelbach und Frau, Franz Kuhl und Frau und Erich Krebs. Mathias Unkelbach erhielt eine Silberschale und das Goldene Abzeichen des Feuerwehrverbandes. Franz Kuhl erhielt ebenfalls das Goldene Abzeichen. Seine Frau erhielt für den Entwurf der neuen Fahne ein Buntfoto dieser Fahne. Frau Unkelbach erhielt einen Blumenstrauß. Für seine Verdienste als Vorsitzender des Bürgerfestausschusses erhielt Erich Krebs die Goldene Ehrennadel. Krebs hat sich um die Feuerwehr große Verdienste erworben und hatte an diesem Abend die Ansage. Bürgermeister Friedrich Müller dankte im Namen der Gemeinde der Wehr für ihre immerwährende Bereitschaft. 'Die Bewohner unseres Dorfes können beruhigt darüber sein, daß sie in Euch Männer gefunden haben, die Tag und Nacht zur Stelle sind.' Umrahmt wurde der Festkommers durch gesangliche und musikalische Einlagen des Kirchenchores, des Bläserkorps, des Tambour- und Fanfarenkorbs 'Bergklänge' und der Kapelle 'Silverstars'. Besonderen Beifall erhielten der Kirchenchor für seine Darbietungen 'Gefangenenchor' aus 'Nabucco' und 'So ein Tag, so wunderschön wie heute' und die 'Bergklänge' für ihre Märsche. Am 2. Tag des Stiftungsfestes zelebrierte Pfarrer Müller einen Festgottesdienst für die Lebenden und Verstorbenen der FF unter Mitwirkung des Kirchenchores Cäcilia. Bei der anschließenden Gefallenenehrung am Ehrenmal legte Bürgermeister Müller einen Kranz nieder. In einer kurzen Ansprache sagte Bürgermeister Müller, daß die Gefallenen den Gedanken der Kameradschaft und den Gedanken zur Abwehr der Not mit ihrem Leben bekundet haben. Wörtlich sagte Müller: 'Glücklich die Gemeinde, die in ihrem Ehrenmal nicht nur einen schönen und toten Stein sieht, sondern den Mittelpunkt ihres Lebens, aus dem täglich Nahrung und Kraft strömt.' Nach einem kurzen Umzug durch den Ort, bei dem noch einige Ehrungen stattfanden, trafen sich die Wehrleute zu einem 'Löschen' im Gasthof 'Jägerhof', dem ein gemeinsames Erbsensuppenessen folgte. Am frühen Nachmittag wurden im Gasthof 'Jägerhof' die benachbarten Wehren empfangen, die anschließend an einem Festzug teilnahmen. Höhepunkt des Nachmittags war die Schauübung an der Ölbergstraße. Mit Sirenengeheul wurden die Wehren zu einem 'Schuppenbrand' gerufen. Zum Abschluß des Festes trafen sich die Wehrleute mit ihren Angehörigen zu einem Tanzabend im 'Jägerhof'."
Etwas zu ergänzen?
Kennen Sie abgebildete Personen, das Jahr oder Hintergründe zu diesem Bild? Schicken Sie uns einen Hinweis – wir prüfen ihn und ergänzen das Objekt.