Aufnahme: 1960

Das neuerstellte Heinrich-Imbusch-Erholungswerk der IG Bergbau (IG BCE)

Nachdem das ehemalige Hotelgebäude auf der Berganhöhe in den 1950er Jahren abgetragen worden war, entstand auf der Westseite des Berges das neue Erholungsheim der IG Bergbau. 

Im Siebengebirge wartet die Erholung
Die Eröffnung des neuen Erholungsheimes Rosenau erfolgte im August 1956.
48 Bergbauinvaliden der IG Bergbau, von denen 70 bis 80 Prozent mit Staublunge behaftet waren, bestaunten den herrlichen Ausblick ins Rheintal, als sie über den Höhenweg im Naturschutzgebiet gingen.

Der Vorsitzende ihrer IG Bergbau, Herr Gutermuth, hatte ihnen bei der Festrede zur Einweihung des Hauses nicht zu viel versprochen.
Der Bochumer Architekt Buderus hatte das Heinrich-Imbusch-Haus, das in drei Gebäudeflügel aufgeteilt worden war, in vorbildlicher Weise der Landschaft angepasst.
Der Wirtschafts- und Gemeinschaftstrakt umfasst die Speise- und Tagesgesellschaftsräume mit Wohnungen für Verwalter, Hausmeister und Personal.

24 Doppelzimmer mit je einem Waschraum liegen mit ihren Balkonen Richtung Süden im zweiten und dritten Trakt, wo auch von den Liegewiesen ein herrlicher Ausblick aufs Rheintal zu genießen ist.
Ebenso befinden sich hier noch Räumlichkeiten für Krankenstation, Gästezimmer sowie  Bade- und Duschanlagen. Die Gebäude sind mit einem 100 Kubikmeter fassenden Wasserbehälter sowie einem eigenen Klärsystem ausgestattet.

Um in den Fluren nicht den Eindruck eines Sanatoriums aufkommen zu lassen, sind die Korridore mit leuchtenden Farben versehen. Die Verbindungsgänge zwischen den einzelnen Gebäudeflügeln sind mit großen Fenstern ausgestattet, wobei der vorhandene  Pflanzenschmuck das Ganze auflockert.

Trotz lang anhaltender Nachtfröste und Regenperioden konnten bis zur Übergabe alle wesentlichen größeren Arbeiten bis auf kleinere Restarbeiten an Süd– und Westseite abgeschlossen werden. Die Bauarbeiten wurden von der  Baufirma Vreden unter dem Bauleiter Hauke ausgeführt.

Für die Gestaltung der gärtnerischen Anlagen auf dem 55 Morgen großen Grundbesitz der IG Bergbau auf der Rosenau war der Landschaftsarchitekt Wolfgang Darius aus Bonn verantwortlich, der Wert darauf legte, dass die Grünanlagen dem Landschaftscharakter angepasst wurden.
Vor dem Speisesaal soll noch eine Terrasse mit Steinen angelegt und mit einer 25 cm breiten Abgrenzung versehen werden.

Ebenso wird der zurzeit verbaute Interessenweg wieder frei aber unterhalb des Gebäudes verlegt.

Zum Bild unten:
Neben der Straße zwischen Einkehrhaus und Erholungsheim ist ein ehemaliger Steinbruch gelegen. Nach seiner Stilllegung wurde die Straße entlang des Abgrundes mit einem Eisengeländer gesichert. Dieser Steinbruch ist sowohl mit Teilabraum vom Hotel Rosenau als auch mit dem Aushub des neuen Erholungsheimes verfüllt worden. Auch sind in diesem Engpass unmittelbar nach Kriegsende unter der Straße für den Fall eines neuen Krieges Sprengkammern angelegt worden, die aber später wieder entfernt wurden. 

Dieses Eisengeländer zeugt heute noch von längst vergangenen Zeiten.

Quelle
obere Luftaufnahme (Postkarte) Zigarrenhaus Henseler
Zur Verfügung gestellt von
Friedrich Müller/Winfried Görres
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