Aufnahme: 2022
„Süßes oder Saures" so klang es an den Haustüren
Auf den Halloween-Partys wurden Jugendliche in gruseligem Outfit gesichtet
Erste schriftliche Erwähnungen halloween-ähnlicher Bräuche stammen aus dem 7. Jahrhundert. Der angelsächsische Kapuziner-Mönch und Geschichtsschreiber Beda Venerabilis schreibt in seiner „Kirchengeschichte des englischen Volkes", dass im November das überzählige Vieh geschlachtet und geopfert wird, weswegen der November auch Blutmonat genannt wird. Ein festes Datum notiert er hierfür nicht. Sichere Belege für Halloween-Feiern und Halloween-Feuer gibt es erst aus dem 17. Jahrhundert.
Das Halloween-Fest, wie wir es heute kennen, ist das Ergebnis zahlreicher Wechselspiele der Geschichte. Traditionelle Bräuche und religiöse Vorstellungen verschmelzen im Laufe der Zeit zu einem neuen Brauchtum. So entwickelt sich das Halloween-Fest zu der Art gruseligem Herbstfasching, die es heute ist. Etwa seit der Jahrtausendwende schwappt die Halloween-Welle nach Europa zurück - wo sie genau genommen ja auch ihren Ursprung hat. Bei uns ist Halloween in erster Linie als ein aus den USA importierter Grusel-Party-Spaß bekannt. Viele Kinder gehen durch die Straßen und klingeln an den Haustüren. „Süßes oder Saures" - so wird um leckere Gaben gebeten. Man kleidet sich gruselig, schminkt das Gesicht und macht sich auf den Weg. Darüber hinaus wird so mancher Vorgarten umgestaltet und spiegelt einen gruseligen Charakter wieder.
Vielerorts findet man sich zu Halloween-Partys zusammen, so auch im Franz-Unterstell-Saal in Thomasberg. Hier hatte der Kulturverein LebensArt Thomasberg e.V. erstmalig eingeladen. Nahezu 80 Jugendliche feierten und tanzten zur Musik des DJs durch die Nacht.
Etwas zu ergänzen?
Kennen Sie abgebildete Personen, das Jahr oder Hintergründe zu diesem Bild? Schicken Sie uns einen Hinweis – wir prüfen ihn und ergänzen das Objekt.