Friedrich Müller verabschiedet

Abgebildete Personen

Aufnahme: 1989

Friedrich Müller verabschiedet

Vertreterversammlung der Raiffeisenbank
st. Zum letzten Male gab Friedrich Müller als ehrenamtlicher Vorsitzender des Vorstandes der Raiffeisenbank seinen Bericht auf der Vertreterversammlung im Arbeitnehmerzentrum in Königswinter. Müller scheidet nach der Fusion mit der Raiffeisenbank Uckerath, die im vergangenen Jahr erfolgte, aus. Als "Opfer" nannte Müller diese Fusion aber als das wichtigste Ereignis des Jahres 1988. Müller: "Aus unserer Sicht war diese Entscheidung zukunftsorientiert und richtig." Nach den Worten des Scheidenden, dem herzliche Worte des Dankes verschiedener Redner galten, ging die Zusammenführung der beiden Banken dank des Einsatzes aller Mitarbeiter schnell und reibungslos vor sich. Ein großes Investitionsvorhaben sei mit dem Neubau der Geschäftsstelle in Thomasberg in vollem Gange, sagte Müller. Der Neubau werde Mitte 1990 seiner Bestimmung übergeben werden können.

Geschäftsstellenneubau in Ittenbach haben ebenfalls schon begonnen. In der Geschäftsstelle Heisterbacherrott konnten durch einen Umbau zwei kundenfreundliche Besprechungszimmer eingerichtet werden. Ferner konnte der Kundenparkplatz hinter der Hauptstelle in Oberpleis um 14 Einstellplätze erweitert werden. Durch die Fusion der damaligen Spar- und Darlehnskasse Heisterbacherrott mit der Raiffeisenbank in Oberpleis kam Müller zunächst in den Aufsichtsrat und dann 1974 in den Vorstand als Vorsitzender.

Bürgermeister Günter Hank widmete dem Ratskollegen Friedrich Müller Worte des Dankes für sein Engagement und überreichte Frau Resi Müller einen Blumenstrauß. Für die Bank dankte Direktor Ulrich Kunze und für die Genossenschaft sprach Direktor Brand den Dank für 20 Jahre ehrenamtliche Tätigkeit aus. Als Müller vor 20 Jahren in den Aufsichtsrat kam, hatte das Gesamtinstitut 25 Mitarbeiter und eine Bilanzsumme von 17 Millionen DM, heute sind es 80 Mitarbeiter und 240 Millionen DM Bilanzsumme. Direktor Brandt überreichte Friedrich Müller zum Dank für sein Engagement die silberne Ehrennadel und die Ehrenurkunde des Deutschen Genossenschafts- und Raiffeisenverbandes.

Die Versammlung wurde durch den Aufsichtsratsvorsitzenden Bernd-Wilhelm Dahs eröffnet, der den Wusch aussprach, daß Müller nicht für immer Abschied nehmen möge, sondern irgendwann später im Aufsichtsrat wieder mitwirken werde. Nach den Berichten des Vorstandes über das Geschäftsjahr 1988 und der Vorlage des Jahresabschlusses 1988, dem Bericht des Aufsichtsrates und dem Bericht über das Ergebnis der gesetzlichen Prüfung fassten die Vertreter einstimmigen Beschluss, genehmigten den Jahresabschluss und bestimmten die Verwendung des Reingewinns. Vorstand und Aufsichtsrat wurden einstimmig entlastet. Schließlich wurden die aus dem Aufsichtsrat turnusmäßig ausscheidenden Mitglieder Richard Bellinghausen, Josef Busch, Günter Giesen und Erich Lichtenberg wieder gewählt. Bellinghausen gehört seit 30 Jahren den Gremien der Bank an, Busch seit 19, Giesen seit sechs und Lichtenberg seit neun Jahren.

Quelle
Siebengebirgs-Zeitung Nr. 38 vom 21. Sept. 1989
Zur Verfügung gestellt von
Friedrich Müller
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