Aufnahme: 2008
Kreuz an der Nikolauskapelle Heisterbacherrott
Die seitliche Inschrift lautet:
ANNO 1663 HABEN WILHELM KUNTZ UND
SEINE FRAU DIS KREITZ GOTT ZU
EHRE MACHEN LASSEN.
Das Kreuz ist 1653, 1 Jahr später von Wilhelm Contzen und seiner Ehefrau Elsgen errichtet, nachdem der Stiftshof zu Heisterbacherrott, heute Haus Schlesien, 1652 für weitere 12 Jahre an Wilhelm Contzen verpachtet wurde. 1665 ist dann der Hof für weitere 12 Jahre an den aus Oberdollendorf stammende Johannes Hoitz verpachtet worden, der die Tochter Margaretha vom Wilhelm Contzen geheiratet hat. Ihm wurden der gleiche Rechte (Halbscheid) eingeräumt, wie seine Schwiegereltern sie besessen hatte.
Für drei Generationen blieb der Fronhof im Anschluss in Pachtbesitz der Familie Hoitz. Im Jahr 1759 erklärte die Äbtissin vom Schwarz-Rheindorf Frauenstift sich in einem Schreiben bereit, den Hof nach Ablauf der Pacht von Peter Hoitz an den ehrsamen Junggesellen Peter Schonevver aus Geistingen weiterzugeben, wenn er die tugendsame Odilia Margarethea Hoitz, genannt Grethgen, Tochter von Peter Hoitz, heiraten würde. Die Trauung der beiden erfolgte in der Kapelle zu Heisterbacherrott.
Peter Schonevver wurde Nachfolger und übernahm damit alle Bedienungen des Stiftes von seine Schwiegereltern.
Der Gedenkstein stand ursprünglich an der Petrusstraße. Aus Sicherheitsgründen ist das Kreuz 1974 auf die Westseite der Kapelle versetzt worden.
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