Aufnahme: 2004

Bruno Stephan stellt im Amtsgericht 93 Bilder aus

"Bis Mitte Oktober sind im Königswinterer Amtsgericht 93 Bilder des Thomasberger Hobbymalers Bruno Stephan zu sehen.

Drei der Gemälde stammen aus Königswinter und zeigen den Oelberg von Ruttscheid aus gesehen, das Pleistal mit dem Oelberg im Hintergrund und die Nikolauskapelle in Heisterbacherrott.

Stephan wurde 1937 in Schlesien geboren, machte 1957 sein Abitur und ließ sich bis 1962 als Rechtspfleger ausbilden. Von 1962 bis 1969 studierte er Jura und übte eine Tätigkeit als Referendar aus. Von 1969 bis 2002 war er Richter. Kein Wunder, dass seine Bilder jetzt in einem Gericht zu sehen sind.

Schon seit der Schulzeit beschäftigte er sich nebenher mit der Kunst. Er nahm an Malkursen teil. Ausstellungen erfolgten bisher einzeln und in Gemeinschaft im Arbeitsgericht, im Amtsgericht und im Bad Honnefer Kurhaus.

Bruno Stephan schuf zudem Plakatentwürfe für Pfarrfeste und Entwürfe für Titelseiten von Informationsschriften.

Zu Beginn zeichnete der ehemalige Richter Skizzen von Angeklagten. Doch seine Schaffenspalette wurde immer vielfältiger. Die jetzige Ausstellung trägt den Titel 'Sehen - Wahrnehmen - Darstellen'. Zur Eröffnung sprach Amtsgerichtsdirektor Bernhard Hengst.

Eine Statue der Justitia schuf Stephan aus vernichteten Akten des Siegburger Gerichtes. Neben Akten befinden sich in den Kunstwerken nicht nur Farbe, sondern auch Steine, Schwemmholz, Muscheln und Patronenhülsen.

Die Einführungsrede hielt der Aachener Verleger Karl Höller. Viele Bilder schildern Episoden aus seinem Leben, darunter viele Ansichten von Siegburg, der Stadt, in der Bruno Stephan beruflich tätig war.

Auch zeichnete er viele Stadt- und Landschaftsansichten, Blumen, Tiere, Ikonen, Tageszeiten, Menschen, Bilder mit weihnachtlichen Motiven und Kirchenfenster."

Quelle
Siebengebirgs-Zeitung Nr. 35 vom 26. August 2004
Zur Verfügung gestellt von
Heimatverein Siebengebirge e.V. Königswinter
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Aus Siebengebirgs-Zeitung Mein Steckenpferd
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