Aufnahme: 2004
Abenteuer in Kanada
"In Heisterbacherrott wohnt Hans-Christian Bues. Seine Abenteuerreise durch die schöne aber manchmal gefährliche Landschaft Kanadas hat er zu einem Roman verfasst und jetzt als Buch veröffentlicht. In der Buchhandlung, ehemals Riscop jetzt Nonn, stellte er seine Veröffentlichungen im Rahmen einer Signierstunde vor.
Durch Kanadas Wildnis ist der 55jährige gemeinsam mit seinen Freunden schon fünf mal gewesen. Dies bei Abenteuertouren nur mit Kanu, Zelt und den notwendigsten Lebensutensilien. Nur einmal bisher kamen die Männer dank guter Vorbereitungen in eine gefährliche Situation. Das war im Jahre 2000 auf dem Fluss Teslin. Da kenterte das Boot. Aber Bues und seine Freunde retteten zuerst das Boot und dann sich selber. Da die Habseligkeiten in Fässern am Boot befestigt waren, ging nichts verloren, lediglich eine Kamera versank bei dem unfreiwilligen Bad in den Fluten. Dann sind die Abenteurer vier Stunden weiter gepaddelt, bis sie an Land gingen, ein Feuer entzündeten und die Kleider trockneten.
Auf ihren Reisen haben sie nur selten Bären gesehen. Bues wollte beweisen, dass man auch in der Wildnis überleben kann. Bues: 'Mein Urlaub ist Kanada.'
Wie kam es zu dieser ungewöhnlichen Idee? Das war in einer Bierlaune nach dem Sport. Er erzählte seine Idee seinen Sportsfreunden. Diese hatten aber anfangs wenig Interesse. Aber schließlich gefiel auch Eckhard Barth, Hartmut Stahl und Joachim Unger die Vorstellung von einem Urlaub im fernen Land. Viermal waren sie nun schon in Kanada, einmal mit anderen Kumpanen.
Neun Monate wurde die erste Fahrt vorbereitet. 1998 berühren sie den Fluss Yukon von Whitehorse bis Little Salmon. Es folgte 1999 der Yukon von Carmacks bis Dawson City. Den Fluss Nisutlin befuhren sie 2001, 2003 wohnten sie in einer Hütte am Big Salmon Lake. In diesen Wochen geht es wieder in das Land nördlich von Amerika.
Dann erleben sie den Abflug der Zugvögel nach Süden, den sich färbenden Wald und vieles andere mehr, auch schlechtes Wetter, tagelangen Regen und auch Schnee. Die bisherigen beiden Bücher heißen 'Tödliches Gold' und 'In Teufels Namen'. Es folgen Erlebnisberichte der Kanadafahrten unter dem Titel 'Spurensuche'. Die Bücher sind in jeder Buchhandlung zu haben zum Preis von 12 Euro. Während des Kanada-Aufenthaltes ist jeder Kontakt zur Umwelt tabu. Oft paddelt man 1000 Kilometer ohne einem Menschen zu begegnen, sagte uns Hans-Christian Bues bei einem Interview. Handys kennen die Abenteurer nicht."
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