40. Stiftungsfest der FF Heisterbacherrott

Abgebildete Personen

Aufnahme: 1966

40. Stiftungsfest der FF Heisterbacherrott

Gründer wurden ausgezeichnet — Neue Fahne der Wehr geweiht — Festkommers und Schauübung.

pa. Gesellschaftliches Ereignis, Höhepunkt in der Geschichte der Wehr und Ausdruck der Bedeutung des Bevölkerungsschutzes durch freiwillige Bürger, aber auch Appell an die Jugend und Dank an die Pioniere der Freiwilligen Feuerwehr war das 40. Stiftungsfest der Freiwilligen Feuerwehr Heisterbacherrott. „In der Geschichte der Gemeinde wird der heutige Tag besonders vermerkt werden", erklärte Bürgermeister Müller während des Festkommers im Saale Lichtenberg, wo er die Männer der Freiwilligen Feuerwehr Heisterbacherrott als „Sinnbild guten Willens“ grüßte. Amtsdirektor Hilger sagte Dank für die bisherige Zusammenarbeit und wartete mit der erfreulichen Zusage auf, daß, sobald der Platz für das Gerätehaus nach dem Schulbau frei werde, der Rat dann an die Planung des Gerätehauses denken könne
Neben dem Obolus des Gemeinderates im Namen der Bevölkerung für die Wehr, überreichte der Amtsdirektor einen Scheck der Prov. Feuerversicherungsanstalt Düsseldorf und schloß mit dem Aufruf: „Arbeiten wir weiter zusammen, dann ist die Sicherheit für die Bürgerschaft gewährleistet." Umrahmt von den gelungenen musikalischen Darbietungen des Kirchenchores „Cacilia", der u.a. mit dem Gefangenenchor aus „Nabucco" und dem „Champagnerlied" aus der „Fledermaus" die Festatmosphäre unterstrich, des Bläserchors unter frohen Klängen des Tambour- und Fanfahrencorps „Bergklänge" sowie der Tanz weisen der Silver-Stars, nahm Bürgermeister Müller unter dem Beifall der Festversammlung die Ehrung der Jubilare mit Diplom und Ehrenabzeichen vor. In Abwesenheit der Gründer Wilhelm Walgenbach und Josef Henseler wurden Klemens Thomas, Wilhelm Müller, Mathias Radermacher, Christian Henseler und Wilhelm Pütz als Gründer der Wehr geehrt. Für 35jährige Dienste bei der FF wurden ausgezeichnet: E. Jonas, P. Müller, H. Münz, J. Pütz, J. Unkelbach und P. Gierlach.

Bürgerfest-Ausschußvorsitzender Erich Krebs hatte in fast karnevalistischer Manier und dem Ruf „Arme Narren, die über eine Wehr spötteln", die Phalanx der Ehrengäste begrüßte, wobei die Vertreter der Nachbarwehren, des Gemeinderates, der Direktor der Bauschau Bonn, der Vertreter des Kreisbrandmeisters, des Bezirksbrandmeisters, Sprecher des Zivilen Bevölkerungsschutzes Bad Godesberg, später ein Bundestagsabgeordneter und zahlreiche weitere Vertreter des öffentlichen Lebens erst nach den „absoluten" Ehrengästen, den Gründern, genannt Wurden.

Der Vertreter des Zivilen Bevölkerungsschutzes Bad Godesberg, Elsner, leitete am Sonntag die als „einmalig" bezeichneten Schauübungen und Vorführungen des Bundesamtes für Zivilen Bevölkerungsschutzes im Rahmen des Festzuges, dem ein Frühschoppen im „Jägerhof", ein gemeinsames Mittagessen, die Gefallenenehrung auf dem Friedhof und ein Festgottesdienst für die Lebenden und Verstorbenen der FF Heisterbacherrott unter Mitwirkung des Kirchenchores Cäcilia in der Pfarrkirche vorausgegangen war.

Pastor Müller weihte während des Festgottesdienstes — die Blauröcke waren bereits in der Frühe am Feuerwehrhaus angetreten — die neue Vereinsfahne, die Bürgermeister Müller unter dem Jubel der Versammlung am Vorabend an Wehrführer Willy Pütz überreicht hatte. Die Fahne, in Karlsruhe hergestellt, zeigt auf der roten Vorderseite das Feuerwehremblem, darüber unddarunter im Halbbogen in Goldschrift eingestickt „Freiwillige Feuerwehr Heisterbacherrott" mit den beiden Jahreszahlen. Auf der blauen Gegenseite ist in künstlerischer Form St. Florian, der Schutzpatron der Wehrleute, eingestickt. Der Wahlspruch der Wehr bildet je einen Halbkreis. Die Fahne ist reich verziert mit Eckenstickerei, Borden und Fransen.
In den zahlreichen Ansprachen und Glückwünschen, die über den Empfang der auswärtigen Wehren am Sonntag bis hin zur ab¬schließenden Tanzveranstaltung im „Jägerhof" währten, kamen Dank und Anerkennung den Wehrkameraden für ihre bisher bewiesene Treue und Einsatzbereitschaft im Dienste an ihren Mitbürgern zum Ausdruck. Der Wunsch wurde laut, daß die FF Heisterbacherrott, „aufbauend auf ihre Tradition, eine stetige Aufwärtsentwicklung zur Erfüllung ihrer freiwillig übernommenen Pflichten" nehmen möge. 

Quelle
Bonner Rundschau
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