Abgebildete Personen
Aufnahme: 1930
Die Feldscheune des Fronhofs in Heisterbacherrott die durch Feuer zerstört wurde.
In der damaligen Zeitung „Echo des Siebengebirge wird am 4.12.1930 über den verheerenden Brand der Feldscheue des Fronhofes wie nachfolgend berichtet:
Heisterbacherrott: 4. Dez. Von einem großen Brandunglück heimgesucht wurde der Fronhof in Heisterbacherrott. Gestern Mittag gegen 1 Uhr ertönte das Brandsignal im Ort, das Oekonomiegebäude des Fronhofes stand in hellen Flammen. Mit rasender Schnelligkeit griff das Feuer um sich, die große Feldscheune wurde ebenfalls bald ein Opfer der Elemente Wut. Die Roggenfrucht von 90 – 100 Morgen, die in dem Oekonomiegebäude aufgespeichert lag und in diesem Jahre an Qualität besonders gut ausgefallen war, sowie große Vorräte an Stroh und die landwirtschaftlichen Maschinen und sonstigen Gerätschaften fielen dem Brand zum Opfer. Der entstandene Schaden wird auf zirka 100.000 Mark geschätzt. Die Freiwillige Feuerwehr Heisterbacherrott war in wenigen Minuten nach dem Alarmruf zur Stelle und hat mit Aufbietung aller Kräfte sich dafür eingesetzt, das Feuer zu löschen, das leider in dem großen Getreidevorrat eine reichliche Nahrung fand, um sich fortzusetzen. Die Thomasberger Freiwilligen Feuerwehr kam ihren Kameraden zu Hilfe, ferner fand auf dem schellen Wege die Motorlöschspritze von Siegburg an der Unglücksstelle sich ein. Trotz aller Anstrengung und Aufopferung seitens der Feuerwehrleute konnte das Feuer erst nach Stunden mühsamer Arbeit soweit gelöscht werden, dass ein nochmaliges Aufflammen der Brandstätte nicht mehr zu befürchten war. Das ehemals so stattliche Oekonomiegebäude ist zu einem Trümmerhaufen geworden. Elemente haben ihr Zerstörungswerk schrecklich vollendet.
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