Dr. Wolf Mohr alias Thomas Berg wurde 80

Abgebildete Personen

Aufnahme: 2003

Dr. Wolf Mohr alias Thomas Berg wurde 80

"'Nun kann ich ohne Last geloben: Ich hab die größte Last gehoben.' Mit diesem Schüttelreim begrüßte Thomas Berg, mit bürgerlichem Namen Dr. Wolf Mohr, die zahlreichen Gäste zu seinem 80. Geburtstag bei sich zu Hause 'Im Harperoth' in Thomasberg. Das Geburtstagskind und die illustren Gäste wurden überrascht durch ein Ständchen des örtlichen Tambourcorps, durch ein Fähndelschwenken und ein weiteres Ständchen der Alphornbläser.

Zu dem 'Künstler'-Namen Thomas Berg kam Dr. Wolf Mohr bei einem Telefongespräch mit der Siebengebirgs-Zeitung. Dort meldete er sich mit Wolf Mohr aus Thomasberg, worauf der damalige Herausgeber, Anton Uelpenich, sagte: 'Guten Tag, Herr Thomas Berg.' In der Siebengebirgs-Zeitung veröffentlichte Mohr in der Folgezeit zahlreiche selbstverfasste Lieder, Gedichte und Schüttelreime, darunter das 'Strücher Lied' im Jahre 1976 sowie das Lied 'Sieben Berge, sieben Tage'.

Wie von den Laudatoren des dreistündigen Empfangs, Helmut Herles und Günter Hank, zu erfahren war, hat sich der Kleinkünstler Thomas Berg vor Jahren als Senatsrat und Abteilungsleiter der Kultusministerkonferenz in Bonn in Thomasberg niedergelassen. Geboren wurde er im thüringischen Bad Frankenhausen am Kyffhäuser. Im Krieg diente er im Afrikacorps und verbrachte anschließend fünf Jahre als Kriegsgefangener in Kanada und England. Noch im Lager studierte er Rechtswissenschaften und danach in Heidelberg Sozial- und Staatswissenschaften.

Mit den Schüttelreimen begann Thomas Berg um 1970. Etwa 2000 dieser Reime erschienen in Zeitungen, im Rundfunk, in Büchern und waren sogar im Fernsehen. Dr. Wolf Mohr ist verheiratet mit der Journalistin Brigitte Mohr. Vier Kinder (drei Söhne und eine Tochter) entstammen der Ehe. Seit drei Jahren gestalten Vater und Sohn Burkhard Karikaturen und Reimebuch 'Spass beiseite' jährlich neu. Auch zum Irak-Krieg verfasste das Geburtstagskind einen Schüttelreim: 'Wer immer auch im Krieg gesiegt - das Volk hat nie den Sieg gekriegt.' Zu seinem Geburtstag wünschte sich Dr. Wolf Mohr von der Stadtverwaltung, dass das Gymnasium in Oberpleis, für dessen Gründung sich seinerzeit seine Ehefrau Brigitte maßgeblich eingesetzt hatte, nach ihrem Namen benannt wird: 'Brigitte-Mohr-Schule'."

Quelle
Siebengebirgs-Zeitung Nr. 15 vom 10. April 2003
Zur Verfügung gestellt von
Friedrich Müller
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Aus Siebengebirgs-Zeitung Mein Steckenpferd
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