Aufnahme: 2024
Hillije Zick ze Kölle
Der Kirchenchor St. Joseph Thomasberg und das Salon-Ensemble Petersberg hatten im Rahmen der Strücher Plätzchen 2024 in das Bürgerhaus in Aegidienberg eingeladen
Weihnachtliche Klänge zogen letztens in das Bürgerhaus in Aegidienberg ein. Nach der „Hätzlichen Bejrößung" durch Heinz Vogt trug sowohl der Kirchenchor verschiedene „Leedche" vor, wie auch das „Salonjeschmölzje" spielte auf. Zom Metsinge wurden die Leedche „Los mer fruh un löstich sin, Leich hät et keiner, Kumm jot heim, leeve Klös" und viele mehr angestimmt. Für den ein oder anderen „Usswärtije" war im Programmheft unter der Überschrift „Wat die Wööt met einem * bedügge" eine Übersetzung aufgelistet. Die musikalischen Teile wurden des Öfteren durch „E Verzällche" unterbrochen. Das Pleeser Urgestein Heinz Vogt trug seinen Text auf Platt vor und rundete damit das konzertante Geschehen ab.
Der Kirchenchor St. Joseph Thomasberg feiert in diesem Jahr sein sechzigjähriges Jubiläum. Seit dreißig Jahren wird er von Edgar Zens, Musikpädagoge und mittlerweile Rektor i.R., geleitet. Neben der Wahrnehmung seiner kirchenmusikalischen Aufgaben gilt eine besondere Vorliebe des Chores der Pflege rheinischen Liedgutes. Das Salon-Ensemble Petersberg besteht seit dem Jahr 2010 unter der künstlerischen Leitung der Sozialpädagogin und David-Oistrach-Schülerin Maria Kapuscinska. Den volkstümlichen Stil der Mundartlieder unterstrichen die Musiker auch bei diesen Strücher Plätzchen in einem sensiblen Zusammenspiel und sie trugen somit zu einer heimischen Atmosphäre bei. „En usem Platt, in unserer Mundart, wurden die Lieder des Abends, durchweg Lieblingslieder unseres Chores, ursprünglich nicht verfasst, denn sie kommen ja aus Köln. Dies soll man den Liedern auch bei unserem Singen anhören", so die Sängerinnen und Sänger des Kirchenchores, „Wenn dabei aber hier und da leicht die hiesige Sprachfärbung durchschimmert, ist dies nicht weiter schlimm, denn Dialekt zeigt sich schon von Ort zu Nachbarort in unterschiedlichen Nuancen. Viel wichtiger ist es uns, dass die rheinische Mundart stets lebendig bleibt."
Etwas zu ergänzen?
Kennen Sie abgebildete Personen, das Jahr oder Hintergründe zu diesem Bild? Schicken Sie uns einen Hinweis – wir prüfen ihn und ergänzen das Objekt.