Aufnahme: 2020
Stele neben dem Strücher Dom
Am 28. Februar 2020 im Bild festgehalten: das Dach der Marienkapelle mit Schnee bedeckt, ein eher seltener (oder einmaliger) Anblick im Winter 2019/20.
Im Jahre 2019 ließ die Tourismus Siebengebirge GmbH neben dem Strücher Dom eine Stele mit einer Informationstafel aufstellen, welche über einem Foto von der Feier zur Wiedererrichtung der Kapelle im Jahre 1982 (siehe Link unten) die Geschichte der kleinen Marienkapelle wie folgt erläutert:
"Eine kleine Kapelle mit großem Namen und tiefer Verwurzelung in der Region: 'Strücher Dom' nennt sie der Volksmund in Anspielung auf die wald- und strauchreiche Umgebung liebevoll. Beim alljährlichen 'Strücher Domfest' versammeln sich Gläubige und Besucher am Marienfest vor ihrer Tür. Aus der Region stammen auch die Bruchsteine und die fürs Siebengebirge so typischen Basaltblöcke, die man für die Kapelle verbaute. 1859 errichtete die Familie Moitzfeld das kleine Gotteshaus als Hauskapelle neben ihrem Bauernhof. Heute gehört sie zum Hof Stockhausen und steht unter Denkmalschutz.
Wie sehr sich die Menschen in der Region mit der Kapelle identifizieren, lässt sich auch an ihrer Baugeschichte ablesen: Als in den 1970er Jahren umfangreiche Renovierungsarbeiten nötig waren, arbeiteten Bürgerverein, Stadtverwaltung, Landeskonservator und Handwerkerbetriebe dabei eng und teilweise unentgeltlich zusammen. Einen Großteil der Kosten deckten zudem Spenden aus der Bevölkerung. So konnte man das zerbrochene Giebelkreuz wieder anbringen, einen neuen Dachstuhl errichten und das alte Ziegeldach durch ein Schieferdach ersetzen. Die veränderte Straßenhöhe machte eine neue Tür erforderlich. Im kleinen Innenraum der Kapelle fällt als Erstes die Figur der gekrönten Madonna mit Kind auf dem Altartisch auf."
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