Aufnahme: 2014

Der Kirchenchor St. Joseph Thomasberg führte Mozarts Krönungsmesse auf

Mit Bericht aus General-Anzeiger am 13.09.2014

Anläßlich seines 50jährigen Jubiläums hatte sich der Kirchenchor St. Joseph über ein halbes Jahr lang intensiv mit anstrengenden Proben auf die Aufführung der Krönungsmesse von W. A. Mozart vorbereitet. Darüber hinaus hatten die Sänger die Möglichkeit, ihre jeweiligen Stimmlagen gesondert zuhause mit Hilfe eigens für sie vorbereiteten Übungsdisketten einzustudieren. Die Krönungsmesse Mozarts (KV 317) hat ihren Namen erst etwa 100 Jahre (1873) nach ihrer Entstehung (1779) erhalten. Nach dem Tode des Komponisten wurde das Werk insbesondere bei gottesdienstlichen Krönungszeremonien aufgeführt; aus dieser Tradition ist ihr Name hervorgegangen. Wahrscheinlich hat Mozart dieses großartige Werk für die Ostermesse 1779 im Salzburger Dom komponiert. Vom Schwierigkeitsgrad her gesehen, hat der Thomasberger Kirchenchor anlässlich seines 50jährigen Jubiläums sich am Nachmittag des 13. Septembers 2014 an eine große Aufgabe herangewagt. Allen Sängern ist es zu verdanken, dass dem Chor die Werkinterpretation zusammen mit den Gesangssolisten Jutta Gräwe (Sopran), Leonore Thiesen (Alt und zugleich Mitglied des Chores), Max Fieth (Tenor) sowie Egbart Herold (Bass) und Instrumentalsolisten des Kammerorchesters Sinfonia Königswinter e. V. unter der – wie gewohnt – souveränen Stabführung von Edgar  Zens hervorragend gelang. Die Eucharistiefeier in der Thomasberger Pfarrkirche St. Joseph wurde für die Messbesucher mit der Krönungsmesse und zwei weiteren Werken Mozarts  - dem „Laudate Dominum“ (KV 339) und dem „Ave verum corpus“ (KV 618) zu einem eindrucksvollen Erlebnis.
Zeigte sich der Chor noch während der Generalprobe am Abend zuvor vielleicht ein wenig gehemmt, trat er im Gottesdienst dann stimmlich und intonationsmäßig sehr selbstsicher auf. Die Gottesdienstbesucher waren beim Verlassen der Kirche des Lobes voll und dankten dem Chor mit einer großzügigen Kollekte. Dem Chor kam das selbstverständlich sehr gelegen, hatte er doch die entstandenen Kosten für das Mitwirken der Solisten und des Orchesters mit eigenen Mitteln zu finanzieren.
Wünschenswert wäre es, wenn Gemeindemitglieder sich nach diesem erfolgreichen Auftritt entschlössen, dem Kirchenchor künftig beizutreten und damit auch der Werbung für den Chor durch Diakon Udo Casel zu folgen.
Zum Ausklang des gottesdienstlichen Konzerts traf man sich ganz gelöst mit Solisten und Angehörigen zu einem gemütlichen Beisammensein im Gasthof Otto. Eine besondere Überraschung hatte unser Chorleiter für alle Sänger: Er verzichtet auf die kommende Chorprobe, um dem Chor eine willkommene Erholung zu gönnen.

Quelle
www.chorstjoseph.de Der General-Anzeiger berichtete am 17.09.2014
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