Aufnahme: 2014

Benefizkonzert in St. Joseph

Mit Bericht aus General-Anzeiger am 14.01.2014

Die Thomasberger Pfarrkirche St. Joseph war bis auf den letzten Platz besetzt, als der Kirchenchor St. Joseph am    12. Januar 2014 zu Beginn des Jubiläumsjahres – der Chor feiert 2014 seinen 50. Geburtstag – ein Benefizkonzert aufführte. Das Benefizkonzert wurde für den Ökumenischen Hospizdienst Königswinter e. V. „Ölberg“ ausgerichtet. Mit dem Kartenverkauf, zusätzlichen Spenden der Konzertbesuchern und einer großzügigen Spende der Volksbank Bonn Rhein-Sieg  kamen dem Hospizverein für seine am älteren Menschen ausgerichteteTätigkeit insgesamt € 3.634,43 zugute. Frau Feldhaus, die Vorsitzende des Hospizvereins,  schrieb an den Chor in diesem Zusammenhang:

... einen ganz, ganz herzlichen Dank für dieses einmalige Konzert und den Beschluss des Chores und des Vorstandes, mit dem Erlös des Kartenverkaufs und mit dem Spendenaufruf die Hospizarbeit in Königswinter mit dem Projekt "Betten für Menschen am Lebensende mit palliativer Versorgung" zu unterstützen. Dazu gehört auch unser Dank, dass durch den Einsatz des Chorvorstandes die Volksbank eine große Spende an unseren Hospizdienst überwiesen hat. Es ist eine unglaublich hohe Summe zusammen gekommen. Wir freuen uns sehr, dass wir damit die Rücklage für unser Projekt um einen großen Betrag aufstocken können und die finanzielle Basis gesichert wird. Vielen Dank für Ihre Unterstützung und Ihr Engagement. ...

Das Konzertprogramm bot zahlreiche Höhepunkte. Eingangs sang der Chor unter Leitung seines Dirigenten Edgar Zens „Ach mein Seel, fang an zu singen“, gefolgt von dem Choral „Lobt Gott, ihr Christen allzugleich“. Er wurde begleitet von dem Orchesterensemble BONnACCORD.  Einprägsam spielte BONnACCORD dann das Brandenburgische Konzert Nr. 4, G-Dur – BWV 1049 - von Johann Sebastian Bach. Edgar Zens brillierte am Cembalo ebenso wie Ruth Kügler am Cello.

Danach war die Sopranistin Jutta Gräwe mit Georg Friedrich Händels Satz „Er weidet seine Schafe” mit ausdrucksvoller Stimme zu hören. In der dann folgenden Weihnachtskantate „Allein Gott in der Höh sei Ehr“ von Georg Philipp Telemann sang der Bassist Egbert Herold einfühlsam die beiden musikalisch sehr anspruchsvollen Arien sowie die Rezitative. Der Chor bewältigte die von ihm zu gestaltenden Choralpartien stimmlich sicher und überzeugte die Zuhörer mit seinem Können.

Mit viel Applaus bedachten die Konzertbesucher die Flötistin Dorothea Schultes-Lübbecke für ihren Part im Concerto Nr. 2 für Sopranflöte und Basso continuo von John Baston. Beendet wurde das Konzert mit dem von allen begeistert gesungenen „Tochter Zion, freue dich“ von Georg Friedrich Händel.

Dass die Vorsitzende des Ökumenischen Hospizdienstes, Frau Irene Feldhaus, sich sowohl bei den Konzertbesuchern als auch bei Sängern, Solisten und Musikern mit bewegenden Worten bedankte, hinterließ bei allen das Gefühl, an einem guten Werk mitgewirkt zu haben. Als Zeichen des Dankes und der Verbundenheit erhielten die am Konzert Mitwirkenden aus der Hand von ehrenamtlich im Hospizdienst  tätigen Damen eine rote Rose.
Ein gelungener Auftakt des Kirchenchores St. Joseph in seinem Jubiläumsjahr 2014!


Einige Bemerkungen zur Tätigkeit des Ökumenischen Hospizdienstes Königswinter e. V. “Ölberg”:

Der Verein wurde am 21. Juni 2006 gegründet. Heute hat der Verein über 280 Mitglieder und begleitet jährlich mehr als 50 sterbende Menschen und ihre Angehörigen in ihrer gewohnten Umgebung. Der Hospizidee liegt der Anspruch zugrunde, ein „In-Würde-Zuhause-Sterben“ zu ermöglichen.  Die Dienste des Hospizvereins sind unentgeltlich und können von  allen Bewohnern in Königswinter in Anspruch genommen werden, unabhängig von Konfession oder Nationalität.

Aus unterschiedlichsten Gründen ist es leider nicht immer möglich, den Wunsch, zu Hause zu sterben, zu erfüllen. Eine vorübergehende Lösung ist dann oft die Verlegung in ein Krankenhaus. Eine optimale Unterbringung und Versorgung bieten stationäre Hospize, von denen es im Umkreis von Königswinter eines in Lohmar-Deesem und ein weiteres am Waldkrankenhaus in Bad Godesberg gibt. Das sind zwei Hospize mit sehr begrenzter Bettenzahl für einen riesigen Einzugsbereich und einer langen Anfahrtszeit, besonders für ältere Angehörige ohne Auto. Deshalb hat sich der Hospizdienst zur Aufgabe gemacht, nach einer Alternative zu suchen und diese auch gefunden.
 
Gemeinsam mit dem Träger eines Altenheims strebt der Hospizdienst „Ölberg“  an, für Menschen am Lebensende Betten mit palliativer Versorgung in einem Heim in gut zu erreichender Lage in Königswinter einzurichten. Das bedeutet, dass betroffene Menschen eine palliative Versorgung in medizinischer, pflegerischer und psychosozialer Hinsicht vor Ort  in Anspruch nehmen können.

Die Einrichtung und der Betrieb dieser Betten sind  nicht ohne finanzielle Beteiligung durch den Hospizverein zu bewerkstelligen. Der Erlös des Benefizkonzerts am 12. Januar 2014 soll der  Einrichtung und dem Betrieb von „Betten mit palliativer Versorgung“ in Königswinter gewidmet sein. Der  gespendete Eintrittspreis soll es dem Hospizverein auch künftig ermöglichen, für Königswinterer Bürger zu wirken.

Die Volksbank Bonn Rhein-Sieg eG unterstützte das Benefizkonzertdes KirchenchoresSt. Joseph in großzügiger Weise. Dazu veröffentlichte sie nachstehenden Presseerklärung:


Pressemitteilung

13.02.2014
Verantwortlich:
Wilhelm Wester, Pressesprecher

Telefon: 0228/716-645
E-mail: wilhelm.wester@vobaworld.de

Unterstützung für ökumenische Hospizarbeit

Zur Unterstützung der Arbeit des ökumenischen Hospizdienstes „Oelberg“ Königswinter hatte der Thomasberger Kirchenchor St. Joseph in der Weihnachtszeit ein Benefizkonzert veranstaltet. Der Erlös des Konzertes, bei dem sämtliche Akteure auf ihre Honorare verzichtet hatten, in Höhe von 3.143,43 Euro wurde von der Volksbank Bonn Rhein-Sieg um weitere 500 Euro aufgestockt, so dass die 1. Vorsitzende des Hospizdienstes Irene Feldhaus einen Scheck über die Gesamtsumme von 3.634,43 Euro entgegennehmen konnte.
Der Verein plant die Umsetzung des Projektes „Betten mit palliativer Versorgung“ in einem Königswinterer Altenheim. Betroffene hätten damit die Möglichkeit wohnortnah palliative Versorgung einschließlich medizinischer, pflegerischer und psychologischer Unterstützung in Anspruch zu nehmen.

Quelle
www.chorstjoseph.de Der General-Anzeiger berichtete
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