Abgebildete Personen
Aufnahme: 2014
In 60 Jahren vielfältige Aufgaben gemeistert - Die kfd Thomasberg feierte in der St.-Josef-Kirche Jubiläum
"Die Katholische Frauengemeinschaft Deutschland, kurz kfd, ist ein Verband, der für Frauen da ist. Und was Frauen daraus machen können, bewiesen die Thomasberger kfd-Frauen in den vergangenen 60 Jahren allzu gut. Mit einem Festgottesdienst in der St.-Josef-Kirche feierten die Frauen mit der Gemeinde ihr 60-jähriges Jubiläum.
Die Geschichte der kfd Thomasberg begann 1954. Rektoratspfarrer Thomé legte die Grundlagen, indem er über die Dörfer zog und Frauen um Mithilfe im 'Mütterverein', wie sich die Frauengemeinschaft damals nannte, zu werben. Am Anfang fanden sich 50 Gründungsmitglieder, doch wenige Jahre später gab es bereits 220 Mitglieder - heute sind es noch 160.
Marliese Weyler, erste Vorsitzende bei der kfd St. Josef, erzählt aus der Geschichte des Verbandes:
'Erste Vorsitzende wurde damals Katharina Büsgen. Ihr folgte 1961 Anneliese Otzipka, 1969 Margarete Losem und 1982 Maria Roßler. Seit 1998 bin ich mit meinem Team aktiv, dem auch Franziska Stockhausen angehört, die am längsten, nämlich seit 1969, mitarbeitet. Präsides der Frauengemeinschaft waren Rektoratspfarrer Thomé, Pfarrer Schürmann, Pfarrer Riem, Pfarrer Woelki, Pfarrer Schiffers und seit 2009 Diakon Casel. Die Zusammenarbeit mit den Pfarrern und Diakon Casel waren in den sechs Jahrzehnten immer sehr erfreulich und der Vorstand konnte sich stets der vollen Rückendeckung durch sie sicher sein.
1970 gab sich der Mütterverein einen neuen Namen und firmiert seitdem als 'Katholische Frauengemeinschaft Thomasberg' und konnte das Image eines 'Betvereins' inzwischen ablegen. Heute ist die kfd ganz modern, hat eine eigene Internet-Präsentation und betreibt auch das Internet-Café im Pfarrheim. Die Aufgaben sind vielfältig und spiegeln sich in der gesamten Pfarrgemeinde wider. Mitglieder der kfd findet man heute in allen Bereichen unserer Pfarrgemeinde - das 'Miteinander' wird bei uns groß geschrieben. Wir sind Christinnen, die miteinander glauben, hoffen, fragen, aber auch tatkräftig handeln und feiern. Wir suchen Kontakte zu Frauen anderer Konfessionen und Kulturen und wollen ein Ort der Begegnung sein - auch für junge Frauen, was leider nicht so richtig klappt - wir übernehmen Mitverantwortung für die Seelsorge in unserer Gemeinde.
Informationen zur aktuellen Fragen aus der Politik gehören heute selbstverständlich auch zum Themenkatalog. So konnten wir in den letzten Jahren den Landtag in Düsseldorf, den Reichstag in Berlin und das Europaparlament in Brüssel und Straßburg besuchen und dort mit den zuständigen Politikern diskutieren. Auch haben wir uns aktiv für die bessere Anerkennung der Kindererziehungszeiten eingesetzt und immer wieder den Kontakt zu den Wahlkreis-Abgeordneten gesucht, um unsere Meinung zu aktuellen Themen wie Sterbebegleitung, Schwangerenberatung, Schutz vor Zwangsprostitution mitzuteilen.'
Wichtig seien auch die Auseinandersetzung mit Glaubensfragen, Wallfahrten, Krippenfahrten, Wanderungen und Ausflüge oder Museumsbesuche, so Weyler weiter. Ganz oben an stehe natürlich die Arbeit in der Pfarrgemeinde. Weyler lobte überdies die gute Zusammenarbeit mit der evangelischen Emmaus-Gemeinde."
Foto: die kfd-Frauen bei einem Ausflug mit Diakon Udo Casel vor der Wallfahrtskirche in Hennef-Bödingen
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