Aufnahme: 1999

Chorreise nach Assisi und Rom vom 02. bis 10. Oktober 1999

Schöne Jahresausflüge hatten wir in den letzten Jahren schon gemacht, im Jubiläumsjahr zum 25-jährigen Bestehen unseres Chores sollte es etwas ganz Besonderes sein: Rom. Anfang Oktober war es endlich soweit. Nach dem Reisesegen in unserer Pfarrkirche bestiegen alle Reiseteilnehmer – zu denen auch einige Mitglieder unserer Nachbarpfarrei Heisterbacherrott gehörten – frühmorgens voller Erwartung und Vorfreude zwei Busse der Firma Rotala. Unsere erste Station war Luzern, wo wir am Abend in der barocken Jesuitenkirche mit der Deutschen Messe von Franz Schubert den Gottesdienst mitgestalteten. Danach blieb noch Zeit, bei dem Spaziergang zu den beiden Hotels ein wenig von der schönen Stadt am Vierwaldstätter See zu sehen. Der nächste Tag brachte uns bei schönem Wetter durch die Alpen nach Assisi. Dort beeindruckte uns die Kirche des Hl. Franziskus mit den Giotto Fresken, die – genau wie die Kirche selbst – nach dem großen Erdbeben noch nicht ganz restauriert waren. Am nächsten Morgen konnten wir erleben, wie präsent den Italienern der hl. Franziskus ist, das ganze Städtchen war geschmückt und überall rüstete man für den großen Umzug zu Ehren seines Namenstages. Für unseren langjährigen Vorsitzenden Franz Bellinghausen war es natürlich eine ganz besondere Freude, seinen Namenstag in der Stadt seines Patrons zu feiern. Seine Chorfamilie brachte ihm vor der Kirche ein Ständchen dar und bedankte sich bei ihm für alle die Ideen und die Arbeit, die er in den vielen Jahren für unseren Chor geleistet hat. Von Assisi ging es jetzt weiter durch die von der Autobahn gesehen etwas langweilige Lombardei nach Rom, wo wir am Abend ankamen und erfreut feststellten, dass unser Quartier in unmittelbarer Nähe vom Petersplatz lag. Daher war es selbstverständlich, dass wir nach dem Abendessen gleich einen Besuch dort machten und den weltberühmten Platz , der abends ziemlich menschenleer ist, in all seiner beeindruckenden Schönheit so richtig genießen konnten. Jeder unserer Busse hatte seinen eigenen Reiseleiter: Frau Möhler-Hendl und Pater Beine. Diese beiden führten uns in den nächsten Tagen engagiert und kompetent zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten sowohl des alten Roms der römischen Kaiserzeit, wie dem Colosseum, dem Forum Romanum und dem Pantheon, wie zu den Zeugen der Hauptstadt des Christentums, den vielen großartigen Kirchen. Am meisten beeindruckte uns alle natürlich der Petersdom, wo wir sogar ein „Salve regina“ singen durften, voller Dank für all das Schöne und Unvergessliche, das wir in diesen Tagen erleben durften. Tiefen Eindruck hinterließ auch die Besichtigung der Calixtus-Katakomben und die Hl. Messe, die Pater Beine anschließend in der Felsenkapelle für uns zelebrierte. Wir hatten auch das Glück, an einer Papstaudienz auf dem Petersplatz teilnehmen zu können, unsere Plätze waren sogar ziemlich vorne, sodass wir den Hl. Vater gut sehen konnten. Papst Johannes Paul II war zu der Zeit schon sehr krank und wir alle waren ergriffen von der Kraft und dem Charisma, das er ausstrahlte. Trotz aller Besichtigungen blieb aber auch noch Zeit für eigene Unternehmungen, etwa zu einem Besuch der Sixtinischen Kapelle, einer Besteigung der Petersdom-Kuppel, von wo man einen phantastischen Blick über den Vatikan und die Stadt Rom hat, der Engelsburg oder einfach einem Bummel mit Besuch einer Eisdiele. Viele Münzen wurden in die Fontana di Trevi geworfen. Jeder hatte den Wunsch, irgendwann noch einmal nach Rom zu kommen. Das Erinnerungsphoto machten wir auf der „Spanischen Treppe“, das deutlich die Freude zeigt, die alle über diese Tage empfanden. Ein anderes Erlebnis war auch der Ausflug in die Albaner Berge nach Asti mit dem Abstecher nach Castel Gandolfo. In Asti konnten wir den italienischen Wein probieren, aber eben nur probieren, zu mehr war keine Zeit. Den letzten Abend verbrachten die meisten von uns auf der wunderschönen Piazza di Navona mit den beiden Brunnen von Bernini. Dort saßen wir in den kleinen Straßencafes und genossen das abendliche Treiben. Der Abschied von Rom fiel keinem von uns leicht. Alle waren voll von Eindrücken und großer Dankbarkeit für die wunderschönen Tage in der Ewigen Stadt. Die Heimfahrt führte bei herrlichem Wetter über den Brenner nach Steinach, unserem letzten Etappenziel. Dort sangen wir im Abendgottesdienst zum Erntedankfest. Unser Hotel bot gediegene österreichische Gemütlichkeit und der große Speisesaal eignete sich hervorragend für ein letztes gemütliches Zusammensein, um die Reise – so lange erwartet und nun schon vorbei – mit Liedern und launigen Vorträgen ausklingen zu lassen. Dabei entpuppte sich unser Dirigent Edgar Zens als lustiger Bänkelsänger mit seinem Lied „Eine Reise mit Rotala“, an dem er noch während der Busfahrt an diesem Tag gebastelt hatte. Müde, aber begeistert von dieser Jubiläumsfahrt kamen wir am nächsten Tag wieder in Thomasberg an.

Quelle
Rotala Reisen
Zur Verfügung gestellt von
Bildarchiv Kirchenchor St. Joseph
Räume & Galerien
Katholische Kirche Thomasberg
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