Aufnahme: 1990
Ausflug nach Salzburg im Jubiläumsjahr vom 27. April bis 1. Mai 1990
Vor dem Schloss Hellbrunn. Viele von uns wurden Opfer der Wasserspiele, nur wer gut aufpasste, konnte einer kalten Dusche entgehen. Ein Glück, dass die Luft schon ziemlich warm war, da trocknete alles schnell.
Reisebericht
Es sollte ein besonders schönes Erlebnis werden, diese Fahrt nach Österreich, hatten es sich doch alle Chormitglieder durch die intensive Arbeit in den letzten Jahren ehrlich verdient. Kein Konzert, das bis zum letzten Augenblick an den Nerven aller zerrt, wie zum Beispiel in England, eine reine Vergnügungsfahrt sollte es werden - und wurde es auch!
Frohgelaunt stiegen früh morgens alle Teilnehmer in Thomasberg in die Busse, und ab ging es Richtung Süden. Die Stimmung war so gut und so aufgelockert, dass selbst der Stau an der Grenze zu Österreich von niemandem als ärgerlich empfunden wurde.
Quartier war vorbereitet im „Jagdhaus Schloß Fuschl.“ Der anfängliche Ärger einiger Chormitglieder darüber, dass wir auf die beiden Häuser des Hotels verteilt waren, legte sich schnell, und beim ausgezeichneten Abendessen wurden schon Vergleiche gezogen: „Wir haben aber ein Schwimmbad im Haus!“ Als wir dann auch noch erfuhren, dass wir einen großen Saal im Untergeschoss mit angrenzender Bar an den Abenden zu unserer Verfügung hatten, waren alle sehr zufrieden.
„Jagdhaus Schloß Fuschl“
Gleich am ersten Abend war der Geburtstag von drei Reiseteilnehmern zu feiern. Auf der Hinfahrt schon hatte Resi Dick zu diesem Anlass ein Lied gedichtet, das nun am Abend von allen mit viel Vergnügen „uraufgeführt“ wurde: „Oben, unten, vorne hinten, überall ...“ Gar nicht so einfach, wenn man die richtigen Bewegungen an den richtigen Stellen machen soll! Auch einige andere Chormitglieder hatten für diesen gemütlichen Abend Vorkehrungen für Spiele aller Art getroffen, und alle machten mit.
Zum Abschluss des Abends fand sich eine große Schar, die noch immer nicht müde war, an der großen runden Bar zusammen, um erste Bekanntschaft mit dem „Fuschl-Geist“ zu machen. Für sie wurde es eine kurze Nacht!
Trotzdem traf sich am nächsten Morgen eine Reihe von Reiseteilnehmern im Schwimmbad, danach schmeckte es am Frühstücksbuffet umso besser.
Das Wetter war an diesem Samstagmorgen regnerisch und kühl, was uns aber nicht abschreckte, von St. Gilgen mit dem Schiff über den Wolfgangsee nach St. Wolfgang zu fahren. Dort erkundeten wir den Ort und besichtigten das weltberühmte „Weiße Rössl.“
„Im Weißen Rössl“
Unser Bus war uns rund um den See nachgefahren und brachte uns nach ein paar gemütlichen Stunden in dem nicht überlaufenen St. Wolfgang zurück und dann nach Hof, wo wir in der Kirche St. Sebastian während der Vorabendmesse die „Spatzenmesse“ von Mozart sangen. In der Kirche war es lausig kalt, trotzdem wurde schön gesungen und die Kirchenbesucher wie auch der Pfarrer waren mit uns zufrieden.
Zu unserer Überraschung stand am Abend plötzlich unser Präses im Hotel. Er war uns mit Willi Gast nachgefahren, konnte aber leider nur den einen Abend bleiben.
Der Sonntag gehörte Salzburg. Diese wunderschöne Stadt konnten wir bei herrlichem Wetter genießen. Eine Stadtführung zeigte uns die interessantesten Punkte. Den Dom und auch in St. Andreas genossen wir mit einem „Sancta Maria“, mit dem wir uns gleichzeitig für die schönen und erlebnisreichen Tage bedankten. Nach dem Mittagessen ging es dann zum Schloß Hellbrunn. Viele von uns wurden Opfer der Wasserspiele, nur wer gut aufpasste, konnte einer kalten Dusche entgehen. Ein Glück, dass die Luft schon ziemlich warm war, da trocknete alles schnell.
Nach dem Abendessen teilte sich unsere Chorgemeinschaft in „Kegler“ und „Schützen“. Letztere konnten unter der fachkundigen Anleitung von Heinz Falkenhain ausprobieren, wie treffsicher sie nach all den Erlebnissen der letzten Tage noch waren. Alle empfanden es als besonders angenehm, daß diese Aktivitäten in unserem Hotel selbst stattfinden konnten, nur zwei Treppen trennten uns von unseren Betten!
Der nächste Morgen stand zur freien Verfügung, und das Wetter lockte die meisten von uns zu kleinen oder größeren Wanderungen um den Fuschlsee, den wir bisher nur aus unseren Hotelfenstern oder vom Bus aus gesehen hatten. Welch eine wunderschöne Landschaft! Am Nachmittag machten wir dann noch eine kleine Seenrundfahrt mit Aufenthalt am Mondsee.
Obwohl die wenigen Tage zwar randvoll gefüllt waren mit dem Kennenlernen und Genießen, hatten aber alle das Gefühl, dass sie sehr erholsame Tage erlebt hatten, die am Abend nocheinmal in gemütlicher Runde gefeiert wurden, bevor wir am nächsten Morgen schon früh zur Heimreise aufbrachen, nicht ohne einen kleinen musikalischen Dank an das Hotelpersonal, das uns so gut versorgt hatte.
Unser bei dieser Reise neuentdecktes Dichtertalent Resi Dick hatte für die Heimfahrt schon ein neues Lied, in dem sie mit allen Teilnehmern die letzten schönen Tage besang.
Etwas zu ergänzen?
Kennen Sie abgebildete Personen, das Jahr oder Hintergründe zu diesem Bild? Schicken Sie uns einen Hinweis – wir prüfen ihn und ergänzen das Objekt.