Abgebildete Personen
Aufnahme: 1985
50. Geburtstag von Ludwig Kurenbach und Franz Bellinghausen
Chorballett bei einem feurigen spanischen Tanz am 30. 4. 1985 in der Geschäftsstelle der Raiffeisenbank in Oberpleis.
Das erste große Fest dieses Jahres war die Feier zum Geburtstag unseres Dirigenten und unseres Vorsitzenden. Beide waren kurz hintereinander 50 Jahre alt geworden.
Maya und Ludwig Kurenbach
Anlass genug, mit der ganzen Chorfamilie zu feiern! Aber wo? Unser Proberaum ist für solche Anlässe schon längst zu klein geworden. Aber warum haben wir denn so viele verschiedene Berufe im Chor vertreten, einer kann doch sicher helfen! Für das „Kühlhaus“ war es zu dieser Jahreszeit noch zu kalt, aber die Raiffeisenbank in Oberpleis hat doch im Keller einen schönen großen Raum, und unser Chormitglied Willi Gast ist Prokurist.
Die Vorbereitungen zu diesem Fest liefen auf Hochtouren. Für Außenstehende ist wahrscheinlich die Problemlosigkeit schwer zu verstehen, mit der ein solcher Abend vom ganzen Chor getragen wird. Für jedes Mitglied ist es selbstverständlich, dass es einen Beitrag leistet, sei es nahrhafter Art oder durch einen launigen Vortrag. Tatsächlich machte es Mühe, die vielen verschiedenen Vorträge zeitlich zu koordinieren, weil ja auch der schönste Abend einmal zu Ende geht.
Als alle in Oberpleis angekommen waren, erwies sich der Tisch, der für den Aufbau der lukullischen Genüsse vorgesehen war, schon fast als zu klein, und unser Mundschenk Ernst Effelsberg hatte das erste Fässchen Bier schon angeschlagen. Natürlich hatte es sich Matthias Müllenholz nicht nehmen lassen, den Text für ein Lied zu dichten, mit dem wir den „offiziellen“ Teil begannen. Unser Präses, Pastor Woelki, fand dann wieder genau die richtigen Worte, um unseren beiden Geburtstagskindern im Namen aller zu danken für die Arbeit und Mühe, die sie sich machen, um die Chorgemeinschaft künstlerisch und mitmenschlich auf einem hohen Niveau zu halten.
Nach dem offiziellen Teil ging es dann Schlag auf Schlag. Aus der Fülle der Beiträge sollen hier nur einige angesprochen werden. Zum Beispiel der von Inge Effelsberg, die mit viel Mutterwitz und Anschaulichkeit schilderte, wie in ihrer Familie der Tag verlaufen war, an dem wir zum ersten Mal den „Messias“ aufgeführt haben. Alle konnten diese Schilderung richtig miterleben, oder besser: miterleiden. –
Auch die Jugend hatte sich etwas Besonderes ausgedacht. Ihr Medley über die verlorene Katze begeisterte alle. Der Vortrag war gekonnt und mitreißend. Die größte Überraschung des Abends hatte sich Angela Arentz ausgedacht. In ihrem Vortrag erinnerte sie an die viele Arbeit, die Franzl in die Vorbereitung unseres Englandbesuchs investiert hatte. Um zu verdeutlichen, wie oft er mit unseren englischen Partnern telefoniert hatte, wurde eine selbstgebastelte, rote englische Telefonzelle hereingefahren. Genau zum richtigen Zeitpunkt in Angelas Vortag läutete tatsächlich in der Zelle das Telefon. Niemand der Anwesenden wird wohl Franzl’s Gesichtsausdruck vergessen, als er begriff, dass es wirklich Tom Weightman aus England war, mit dem er nun sprach. - An dieser Stelle sei noch einmal der Telefonistin der Raiffeisenbank gedankt, die ihren wohlverdienten freien Abend geopfert hat, um diesen Gag zu so später Stunde zu ermöglichen. -
Der Jubel bei uns war groß, die Überraschung gelungen, denn die wenigen vorher Eingeweihten hatten dichtgehalten.
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