Abgebildete Personen
Aufnahme: 1980
Jahresausflug nach Rothenburg o.T. am 21. und 22. 09. 1980. Ludwig Kurenbach beim "Meistertrunk"
Reisebericht „Wenn Engel reisen, lacht der Himmel“. Diesen alten Spruch nahm unser Chor für sich in Anspruch, als uns am 20. September zwei Busse nach Rothenburg brachten. So herrlich wie das Wetter war unsere Stimmung und blieb auch so bis zum Schluss dieses gelungenen Ausfluges. Dank ausgezeichneter - wie immer! - Vorbereitung klappte alles reibungslos.
Diesmal wohnten wir in verschiedenen Häusern in der Nähe der Stadt. Nachdem sich alle eingerichtet hatten, trafen wir uns zu einem gemeinsamen Mittagessen und erkundeten anschließend auf eigene Faust die wunderschöne mittelalterliche Stadt über dem Taubertal, in die einige von uns durch das herrliche Wetters zu einer längeren Wanderung gelockt wurden.
Am späten Nachmittag trafen sich alle wieder zum Ansingen in der alten Johanneskirche. Wir merkten schnell, dass das Singen hier wegen der guten Akustik leicht war . Da spielte es auch keine Rolle, dass die Orgel etwas altersschwach stöhnte und ächzte. Die Resonanz der Kirchenbesucher nach der Vorabendmesse zeigte uns, dass wir mit unserer Leistung zufrieden sein durften.
Von der Kirche aus ging es zum gemeinsamen Abendessen mit anschließendem gemütlichen Beisammensein. Eine besondere Überraschung für alle bot die Vorführung des „Meistertrunks“, einer Nachempfindung des mittelalterlichen Geschehens zur Rettung der Stadt Rothenburg. Lange saß die Chorfamilie bei gutem Wein, Gesang und Tanz und natürlich bester Stimmung zusammen. So hatte niemand so recht Lust, sein Quartier aufzusuchen, aber alles - auch der schönste Abend - geht einmal zu Ende.
Der Sonntagmorgen war anstrengend, aber lohnend. Unser Chormitglied Johannes Christenn und sein Bruder hatten sich bereit erklärt, den Chor in zwei Gruppen durch ihre Heimatstadt zu führen. Sie taten es mit großer Sachkenntnis und in einer für alle interessanten Weise. Sicher haben wir durch die beiden Herren in der kurzen Zeit wesentlich mehr über die Stadt und das mittelalterliche Leben in ihr kennengelernt, als manch anderer Tourist. Wir bedankten uns dafür bei ihnen und ihrer Familie mit einem Ständchen, bevor wir zur Heimfahrt aufbrachen.
Einmal in der Nähe, machten wir noch einen kleinen Abstecher nach Creglingen, um dort den berühmten Riemenschneider Altar zu bewundern, nachdem wir in Rothenburg schon einen anderen Altar des großen Schnitzers kennengelernt hatten.
Die Gespräche auf der Heimfahrt zeigten, dass alle Teilnehmer mit diesem Ausflug voll und ganz zufrieden waren. Wieder war ein gemeinsames Erlebnis dazugekommen, das die Chorgemeinschaft fester zusammengefügt hat.
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