Aufnahme: 1980
Pastor Herbert Riem
Geboren am 02.11.1914,
Priesterweihe 02.02.1941,
Kaplan in Wuppertal-Cronenburg, St. Kunibert in Köln und St. Katharina in Düsseldorf-Gerresheim,
Rektoratspfarrer in St. Joseph, Thomasberg ab 19.08.1960, Pfarrer der selbständigen Pfarrei St. Joseph, Thomasberg ab 01.05.1977,
verstorben am 20.10.1980.
In der Amtszeit von Pfarrer Riem wurden u.a. folgende Baumaßnahmen durchgeführt: 1961/62 Bau des neuen Pfarrhauses, 1964 bis 1970 Neubau Pfarrheim, 1966 bis 1970 Erweiterung der Kirche, Anschaffung und Installierung einer Orgel der Firma Stahlhut, Aachen, 1973 Anschaffung und Installierung von 4 Glocken der Firma Petit & Edelbrock, Gescher (Westfalen). Außerdem zum 01.04.1974 Übernahme der Trägerschaft und Inbetriebnahme eines neuen viergruppigen Kindergartens, dessen Baukosten von der Stadt Königswinter übernommen wurden.
Grabstelle von Pastor Riem in Düsseldorf-Gerresheim.
Abschied von Pfarrer Herbert Riem
„Überfüllt war die St. Josef-Kirche zu Thomasberg, als Weihbischof Dr. Josef Plöger die Exequien für den plötzlich verstorbenen Pfarrer Herbert Riem zelebriert. Mit Bischof Plöger gedachten fast 25 Geistliche aus dem gesamten Dekanat im Gebet des Verstorbenen. Etwa 40 Meßdiener umsäumten im Chorraum den Sarg des toten Pfarrers, geschmückt mit einem Kranz der Pfarre und einer Stola. Nach dem Traueramt trugen Mitglieder des Kirchenvorstandes den Sarg mit den sterblichen Überresten nach draußen zur Überführung nach Düsseldorf-Gerresheim, wo Pfarrer Herbert Riem am Montag zur letzten Ruhe getragen wurde.
Dechant Kochern zeichnete ein Lebensbild des verstorbenen Pfarrers und sagte, daß er kein leichtes Leben hatte, nach einer schweren Jugend folgten sechs Jahre Gefangenschaft. Trotz bereits zweier Herzinfarkte habe Herbert Riem sich bis zur letzten Stunde für seine Pfarrgemeinde aufgeopfert. Pfarrer Riem habe wohl seinen baldigen Tod vorausgesehen, denn nur wenige Tage zuvor hat er in einer Predigt diejenigen um Verzeihung gebeten, denen er Unrecht getan habe. Toni Eich, Vertreter des Kirchenvorstandes, würdigte die Verdienste, die sich Pfarrer Riem während seines seelsorgerischen Wirkens in Thomasberg erworben habe.
Christsein bedeute Verpflichtung und gerade jetzt in der Vakanzzeit möge man noch enger im Glauben zusammenrücken. Das sei der schönste Dank an Pfarrer Herbert Riem. Dem Traueramt wohnten Bürgermeister Hank, Stadtdirektor Schmitz sowie Kreistags- und Ratsmitglieder bei. Das Exequialamt begann mit dem Lied „Wir sind nur Gast auf Erden". Der Chor sang Ausschnitte aus der C-Dur-Messe von Bruckner und Choräle aus der Matthäus-Passion von Bach sowie aus der Bach-Kantate „Wohl mir, daß ich Jesum habe".“
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