Jahresausflug nach Boppard und Kamp-Bornhofen

Abgebildete Personen

Aufnahme: 1977 (15 Mai)

Jahresausflug nach Boppard und Kamp-Bornhofen

Auf der Überfahrt von Boppard nach Kamp-Bornhoven. Unser Chor dicht gedrängt zwischen den Autos.


Reisebericht


Das war wieder mal ein voller Erfolg! Aber, wie sollte es auch anders sein, nach so viel sorgfältiger Vorarbeit durch den Vorsitzenden und seinen „Hilfstruppen“!

Frohgelaunt und bei einigermaßen gutem Wetter ging es frühmorgens in zwei Bussen los, den Vater Rhein hinauf in Richtung Boppard. Schon auf der Fähre „bezahlten“ wir mit einem Rheinlied. Vor der Hl. Messe in Boppard hatten wir noch genug Zeit, uns in einem winzigen Raum einzusingen. Das Pontifikalamt in der alten Pfarrkirche wurde für alle zu einem gro0en Erlebnis durch die Feierlichkeit dieses Bischofsamtes, zelebriert vom Trierer Weihbischof. Es war für uns eine reine Freude, in der wunderbaren Akustik Mozarts „Missa brevis in D-Dur“ zu singen.

Anstrengung macht Hunger, darum war es gut, daß im Hotel „Lilie“ das Mittagessen für uns schon vorbereitet war. Es schmeckte ausgezeichnet, und die Fähre auf die andere Rheinseite mußte ziemlich lange auf uns warten, bis auch die Letzten sich noch schnell an der Ecke ein Eis geholt hatten. Mit dem Bus ging es weiter nach Kamp Bornhofen, einem Marienwallfahrtsort. Und wieder erwartete uns ein Bischof, diesmal der Weihbischof von Limburg. Er zelebrierte eine Messe in der großen Pilgerkirche. In diesem Gottesdienst sangen wir die „Missa brevis“ von Joseph Haydn.

Nach so viel Arbeit und dem inzwischen einsetzenden Regen hatten nicht mehr allzu viele von uns Lust, die „Feindlichen Brüder“ zu besuchen. So konnte man denn bei einem Bummel durch den Ort in allen Cafes kleine Thomasberger Klübchen bei Kaffee und Kuchen sitzen sehen.

Schon bald ging es im Bus weiter zur Marksburg. Sie wurde zuerst besichtigt, denn sie ist es wert, diese so gut erhaltene Burg hoch über dem Rhein. Besonders der Rittersaal, die Waffen- und Rüstungssammlung und die Folterkammer erregten allgemein großes Interesse. Noch interessanter und auch bekömmlicher war dann aber in der altn Burgküche die Weinprobe bei Kerzenschein. Der Rheinwein mundete bei Gedichten und einigen Liedern von Flasche zu Flasche besser! Wenn es doch nicht immer nur ein kleines Probiergläschen gewesen wäre!

Anschließend schmeckte das Abendessen in der Burgschenke aber umso besser, es wurde richtig gemütlich, und zu bald war es Zeit zum Aufbruch. Vorher bedankten wir uns aber noch beim Wirt und dem Personal herzlich auf musikalische Art. Vor der Abfahrt gab es noch Aufregung, der Chor „teilte“ sich, denn einige Unentwegte wöllten sich noch nicht so gern vom Rhein und seinem Wein verabschieden. Doch mit zwei Bussen waren unterschiedliche Abfahrtszeiten ja kein Problem.

So endete dieser schöne Tag für alle Mitfahrenden zu vollster Zufriedenheit. 
                                                 

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