Bundesverdienstkreuz für Dr. Schulte-Beckhausen

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Aufnahme: 1985

Bundesverdienstkreuz für Dr. Schulte-Beckhausen

"'Mit Herrn Dr. Karl Schulte-Beckhausen ehren wir heute einen Mann, der sich viele Jahrzehnte um das kommunalpolitische und kirchliche Leben große Verdienste erworben hat. Zum Dank dafür hat Bundespräsident von Weizsäcker dem Oberdollendorfer Mitbürger das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen.' Diese Worte sprach in der Wohnung des Geehrten Landrat Dr. Franz Möller bei seiner Laudatio und überreichte ihm Orden und Urkunde unter dem Beifall vieler Gäste aus der Kommunalpolitik und der Kirche.

'Der Name Dr. Schulte-Beckhausen spielt schon seit vielen Jahren im Leben der Stadt eine bedeutende Rolle', betonte Dr. Möller und zeichnete ein Bild des neuen Ordensträgers. Von 1969 bis 1984 gehörte er ununterbrochen dem Rat der Stadt Königswinter an. Er zählt somit zu den Kommunalpolitikern, die unmittelbar nach der kommunalen Neuordnung die schwierige Aufgabe zu lösen hatten, die Vorbehalte bis hin zur Ablehnung der neuen Stadt Königswinter auszuräumen.

Dr. Schulte-Beckhausen gehörte zahlreichen Ausschüssen an, so dem Haupt-, dem Finanz- und dem Schul- und Kulturausschuß. Letzteren leitete er als Vorsitzender von 1971 an. Seit 1976 war er auch Vorsitzender des Ausschusses für Bildung und Kultur. In diese Zeit fiel die Gründung der Musikschule. Außerdem wurde unter seiner Mitwirkung das Schulzentrum in Oberpleis errichtet. Darüber hinaus hat er sich sehr dafür eingesetzt, daß die Schulturnhallen für die Durchführung von Veranstaltungen der örtlichen Vereine umgestaltet wurden. Sein Verdienst ist es auch, daß die Schulen optimal mit Lehr- und Lernmittel ausgestattet wurden. Dem kommunalpolitischen Engagement entsprach sein Interesse, daß er dem heimischen Brauchtum und dem heimischen Vereinsleben entgegenbrachte. So ist es ihm zu verdanken, daß Bildstöcke und Wegekreuze vor dem Verfall bewahrt und restauriert wurden. Viele Jahre war Dr. Karl Schulte-Beckhausen auch im Museumsbeirat der Stadt Königswinter.

Ein weiteres Anliegen des Geehrten war auch die Ausländerpolitik. Er setzte sich nachdrücklich für den Bau einer Begegnungsstätte für die portugiesische Ausländergruppe in Oberdollendorf ein. Von 1979 bis 1984 war der neue Bundesverdienstkreuzträger auch Vizebürgermeister. Von 1969 bis 1982 gehörte er dem CDU-Vorstand in der Stadt Königswinter an. Innerhalb der CDU leitete er den Arbeitskreis 'Schule und Kultur'.

Im kirchlichen Bereich zählt er zu den Mitbegründern des Pfarrgemeinderates an St. Laurentius. Bis 1981 war er Vorsitzender dieses Gremiums.

Bürgermeister Günter Hank bezeichnete seinen Freund Dr. Karl Schulte-Beckhausen, den er seit 32 Jahren kennt, als einen 'alten Kämpfer für die neue Stadt Königswinter'. In all seinem Tun habe er seinen christlich-konservativen Charakter gezeigt. Zu den Gratulanten zählten ferner für die CDU Franz Riscop und Bruno Görg sowie für den Verband der Ortsvereine und für die Kirchengemeinde Josef Vollmer."

Quelle
Siebengebirgs-Zeitung Nr. 36 vom 5. September 1985 (Text)
Zur Verfügung gestellt von
Rudolf Pieper (SZ) / Verein Gutenberghaus Bad Honnef (Fotos)
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