Aufnahme: 2026
„Ungehört. Die Geschichte der Frauen"
Neue Sonderausstellung im Haus Schlesien wurde eröffnet
Anlässlich des Internationalen Frauentags wurde am 8. März im Haus Schlesien die Ausstellung "Ungehört. Die Geschichte der Frauen" feierlich eröffnet. Rund 70 Gäste nahmen an der Veranstaltung teil. Die Bürgermeisterin von Königswinter, Heike Jüngling, sprach ein Grußwort und nutzte die Gelegenheit, um Nicola Remig, der Leiterin des DIZ, für ihren jahrzehntelangen Einsatz für das Haus zu danken - für sie war es die letzte Ausstellungseröffnung vor dem wohlverdienten Ruhestand. Im Mittelpunkt der neuen Ausstellung stehen die Lebensgeschichten und Schicksale von sechs Zeitzeuginnen aus verschiedenen Regionen des östlichen Europas: aus Ostpreußen, Pommern, Oberschlesien, Mähren und der Batschka. Ihre individuellen Erfahrungen von Flucht, Vertreibung und Integration werden in den größeren historischen Zusammenhang eingeordnet. So öffnet die Ausstellung einen wichtigen Blick auf das Thema aus der in der Geschichtsschreibung lange marginalisierten weiblichen Perspektive, wie Kuratorin Dr. Lilia Antipow in ihrem Einführungsvortrag betonte. Neben bekannten Politikerinnen und Kulturschaffenden würdigt sie auch die vielen "unsichtbaren" Frauen, die durch ihren Beitrag in den Familien oder Vertriebenengemeinschaften das alltägliche Leben prägten.
Die Wanderausstellung aus dem Haus des Deutschen Ostens in München ist bis August im Haus Schlesien zu sehen. Ergänzt wurde sie von Kuratorin Silke Findeisen durch Exponate zu schlesischen Frauenschicksalen aus unserer eigenen Sammlung. Neben dieser Sonderausstellung lädt die Dauerausstellung "Schlesische Erinnerungsorte" in acht Themenhäusern zu einem Rundgang ein. Rund 300 Exponate erwarten die Gäste. Hier sprechen interaktive Medien- und Mitmachstationen verschiedene Sinne an und ermöglichen eine spielerische Wissenserweiterung. Darüber hinaus wird im April eine weitere Ausstellung anlässlich des 140. Geburtstags des schlesischen Malers Wolf Röhricht im Eichendorffsaal eröffnet. Das Museum hat Mittwoch bis Freitag von 10 bis 18 Uhr, Samstag, Sonntag und an Feiertagen von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Nach Vereinbarung können diese Zeiten abweichen. Letzter Einlass ist jeweils um 17 Uhr. Der Eintritt ist frei.
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