Aufnahme: 2010
Wie sich die Ortseinfahrt zum Beginn des dritten Jahrtausends zeigt und was es die Gemeinde einst gekostet hat....
So stark gebogen wie hier die Ortseinfahrt erkennbar, ist sie nicht. Dieser Blickfang ergibt sich durch das Zusammenfügen der Bilder, die mit einer Spezialkamera aufgenommen worden sind.
Aber dieser Straßenbereich musste von der Gemeinde Heisterbacherrott teuer erkauft werden.
Aus den Gemeindeniederschriften von März 1859 und Februar 1860 geht hervor, dass Herr Heinr. Joseph Ehsingh und Miterben, Besitzer des damaligen Fronhofes, heute Haus Schlesien, für das abzutretende Land zum Bau der Kircheipner Landstraße, Dollendorf – Oberpleis – Buchholz - Kircheip, als ferner auch für die wegfallenden Obst- und sonstigen Bäumen sowie für die Abflussmöglichen des Wasser eine Entschädigung verlange. Diese gesamte Entschädigung würde ca.528 Rt. und die bisherigen Zinsen 150 Rt. betragen.
Es heißt hier:
„Die Versammlung war der Ansicht, dass die Anforderungen des Herrn Ehsingh einigermaßen übertrieben, jedenfalls höchst unbillig seien, denn die Besitzungen würden ja durch die Straßen-Anlage an Werthe gewinnen. Nach weiteren Beratungen beschloss man die Forderungen von Ehsingh und einem Mitbeteiligten zu vollziehen, denn bei einem gerichtlichen Entscheid fielen diese Kosten auch noch der Gemeinde zur Last.
Was nun das Aufbringen der nötigen Gelder anbelangt, so beschloss der Gemeinderath zur augenblicklichen Aushülfe einen Antrag von 200 Rt. leihweise aus der Spar- und Darlehnskasse zu Siegburg zu entnehmen, was der Vorsteher Henseler unter Verbürgung einzelner Mitglieder des Gemeinderathes zu bewirken übernahm„.
Es handelte sich um das Terrains, etwa vom Friedhof bis zur Kirche.
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