Abgebildete Personen
Aufnahme: 1987
Luftbild vom Limperichsberg
Der ehemalige Steinbruch am Limperichsberg bestand aus drei einzelnen Brüchen:
- Der untere, auch „Hauptbruch“ genannt, war der größte Bruch. Über einen Tunnel war er mit dem Steinbrecher der Firma J.G. Adrian an der Dollendorfer Straße verbunden (siehe Datensatz 2014 und Link unten: Steinbrecher der Firma J.G. Adrian). Zum Ende des 2. Weltkrieges suchten zahlreiche Einwohner von Heisterbacherrott diesen Hauptbruchstollen auf, den sie als Luftschutzbunker nutzten und über den unteren Tunneleingang erreichen konnten.
- Der mittlere, sogenannte „Säulenbruch“, war nicht so tief. Von diesem führte ein Tunnel bis zur Wiesenstraße, wo der auf Privatgelände gelegene und restaurierte Eingang noch zu sehen ist (siehe Link unten: Oberer Stolleneingang am Limperichsberg). Die Bewohner des Thomasberger Ortsteils Wiese nutzten diesen Tunnel als Notunterkunft am Ende des 2. Weltkrieges.
- Der obere - „Haniel“ genannte – Bruch hatte ungefähr die Tiefe des Säulenbruchs. Nach der Förderung des gesamten vorhandenen Steinmaterials war dieser wieder verfüllt worden.
Neben den stillgelegten Steinbrüchen befindet sich das Gelände des ehemaligen Sportplatzes, der in den Jahren 1947 und 1948 von Mitgliedern des TuS Thomasberg in mühevoller Arbeit hergerichtet und im Mai 1948 feierlich eingeweiht worden war (siehe Link unten: Sportplatzeinweihung).
Text: Clemens Bröhl
Bildnachweis für Luftbild KU 20/11.08.1987
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