Aufnahme: 1961
Was wird aus dem Kirchplatz in Thomasberg?
Die Siebengebirgs-Zeitung berichtete:
Über die Gestaltung des stadteigenen Grundstücks in der Kirchstraße in Thomasberg, das auch den Kirchvorplatz mit einschließt, konnte sich der Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung nicht einigen. Die gesamte Planung sieht immerhin Gesamtkosten von 230 000,— DM vor. Das ist ein ganz schöner Batzen, der auch bei einigen Ratsmitgliedern die Befürchtung auslöste, daß er nicht aufgebracht werden könne. So erklärte der CDU-Fraktionsvorsitzende Franz Riscop: „Ich befürchte, daß wir hier etwas beschließen, was nachher aufgrund der hohen Kosten gar nicht durchführbar ist." Dem Stadtrat lag ein einstimmiger Beschlussvorschlag des Hauptausschusses vor, nach dem der vorgesehenen Gestaltung nach der Planung eines einheimischen Gartenarchitekten aus städtebaulichen Gründen zugestimmt werden sollte.
Die Arbeiten sollten danach in zwei Bauabschnitten durchgeführt werden. Für den ersten Bauabschnitt sollten 190 000,— DM bereitgestellt werden. In diesem ersten Bauabschnitt sollten alle erforderlichen Erdarbeiten erledigt werden. Die Frage nach der Verlegung des Denkmals in die zu erstellende Anlage sollte bei Beginn der Arbeiten überprüft werden. Dabei ging man davon aus, daß das Denkmal entsprechend einem Beschluss des Rates der ehemaligen Gemeinde Oberpleis in die Anlage einzubeziehen ist. Ursprünglich sollte über die Finanzierung und die Planungsprioritäten im Rahmen der Haushaltsberatungen entschieden werden. Stadtratsmitglied Riscop meinte jedoch, es solle unbedingt im kommenden Jahr etwas geschehen. Es sei besser, wenn man versuche, den Kirchvorplatz mit geringeren Mitteln auszubauen, da sonst die ganze Angelegenheit unter Umständen auf den Sankt Nimmerleinstag verschoben würde. Hier müsste auch mit 50 000,— DM etwas zu machen sein.
Der Platz solle auf jeden Fall in Ordnung gebracht werden. Stadtratsmitglied Losem (SPD) wollte wissen, ob auch der Kinderspielplatz in die Planung einbezogen worden sei. Auch die Frage, ob das Festzelt eventuell an anderer Stelle aufgebaut werden könne oder sogar müsse, wurde erörtert. Hans-Georg Gilka (CDU) forderte ebenfalls, es müsse unbedingt etwas getan werden. Man solle den Festplatz aber da lassen, wo er sich jetzt befinde. Noch nicht klar ist man sich allerdings über die endgültige Gestaltung von Kirchvorplatz, Kinderspielplatz und Festplatz. Man fragte sich, ob alles auf diesem Raume überhaupt Platz finden könne. Es wurden auch Forderungen laut, eventuell den Bebauungsplan zu ändern. Stadtdirektor Schmitz erklärte dazu jedoch, das ginge nicht von heute auf morgen. Damit werde der Beginn der Arbeiten aber hinausgezögert. Auf eine entsprechende Frage antwortete der Verwaltungschef, es seien zu den 230 000,— DM Gesamtkosten mit Sicherheit keine 75 Prozent Zuschüsse zu erwarten. Der Stadtrat verwies schließlich die Angelegenheit an den Planungsausschuss, nachdem man der Forderung Gilkas zugestimmt hatte, spätestens in der 20. Ratssitzung eine Entscheidung über die Gestaltung zu treffen. WS
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