Aufnahme: 2015
Dr. Elmar Heinen
Dr. Elmar Heinen, Jahrgang 1927, besuchte die Schule in Königswinter von 1934 bis 1937. Danach wechselte er auf die Oberschule für Jungen in Bad Honnef. Nach Abschluss der Schule studierte Heinen in Bonn Jura, promovierte und arbeitete bis 1992 als Referatsleiter im Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. Anfang der 1960er-Jahre, nach Fertigstellung seines Hauses, zog er hier nach Heisterbacherrott.
Schon sehr früh interessierte er sich für die Natur im Siebengebirge, setzte sich hierfür ein und wurde schon 1957 Mitglied im Verschönerungsverein. Im Laufe der nachfolgenden Jahre brachte er sich durch sein Fachwissen und Sachverstand in vielen Gremien und Beiräten ein.
Insbesondere in seiner Position als Vorstandsmitglied im Rheinischen Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz hatte er immer ein offenes Ohr für das Kleinod Nikolauskapelle. Er gehörte beim Landschaftsbeirat des Rhein-Sieg-Kreises, im VVS Siebengebirge und Heimatverein Königswinter und Heisterbacherrott zum festen Bestand.
Bei der Erweiterung des Naturpark Siebengebirge 2007 hat er sich mit seinen juristischen Kenntnissen dafür stark gemacht und für die Sache eingesetzt. Heinen war stets darauf bedacht, das die Naturschutzgrenzen, nach juristischer Art, genau beachtet und eingehalten wurden, wie z. B. bei der Bebauung des Fronhofgebietes hier im Ort in Richtung Weilberg. Nicht immer war man mit seinen Einwendungen einverstanden, wenn es um die Sache Naturschutz ging. So setze er sich mit der Bundesbahn auseinander wegen der Streckenführung hier am Rande des Siebengebirges.
Das Interesse für Bücher entwickelte sich schon in seiner frühen Jugend was sich dann später im Siebengebirgsmuseum Königswinter zeigte, wo er als Bibliotheksleiter tätig war. Beim Umbau und Erweiterung der katholischen Pfarrbücherei 1969 in der hiesigen Pfarre waren er mit seiner Frau in den ersten Jahren die Personen, die der Bücherei zu einen entsprechenden Bekanntheitsgrad und Ansehen verhalfen.
Auch war für ihn die Pflege der Heimatsprache wichtig. Mit seiner Frau Hildegard bauten sie die Sproch- un Spelljrupp in Niederdollendorf auf. Beim Heimatverein Heisterbacherrott brachte er nach Einführungen der Mundartnachmittagen über viele Jahre seine Kurzlesungen. Das Glockenbeiern, hier im Ort nicht üblich, wurde auf Vorschlag Dr. Heinen durch den Heimatverein eingeführt.
Vom Verschönerungsverein Siebengebirge (VVS) und vom Heimatverein Heisterbacherrott (HVH) wurde ihm auf Grund seiner Verdienste die Ehrenmitgliedschaft verliehen.
Am 31. 12. 2017 verstarb er mit 90 Jahren nach einem Krankenhausaufenthalt im Seniorenhaus Sankt Margareta in Stieldorf.
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