"Zehn Millionen suchen einen Erben"

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Aufnahme: 1993

"Zehn Millionen suchen einen Erben"

Theaterstück in 3 Akten.
Der Alltag der Eheleute Hieronymus und Olga Meurer verläuft nicht gerade harmonisch. Der Ehemann versucht in zänkischen Wortgefechten seine Ehefrau bei jeder Gelegenheit aus der Reserve zu locken. Durch einen Brief aus Amerika kommt wieder Bewegung in den Alltagstrott der Eheleute.
Ein vor 20 Jahren ausgewanderter Verwandter kündigt in seinem Brief an, dass er in seine alte Heimat zurückkehren will und einen würdigen Erben für sein in Amerika gemachtes Vermögen sucht und bittet Herrn Meurer in diese Angelegenheit als Vermögensverwalter zu fungieren.
Wie ein Lauffeuer spricht sich das in dem kleinen Ort schnell rund und es ist kaum zu glauben, wie viele sich für „würdig“ halten.
Da der Ausgewanderte in der Fremde in den 20 Jahren kein deutsch mehr gesprochen hat, muss er es bei rheinischem Wein wieder erlernen. Hierzu ist auch die Patentochter von Hieronymus, die Gerdi, eingeladen. Gerdi wohnt, seit dem Tod ihrer Mutter bei den Eheleuten Meurer. Der Gast und Gerdi finden sich nicht unsympathisch, worauf Gerdi sich ihn bemüht. In einem vertrauten Gespräch erfährt sie, dass der Gast und ihre Mutter mehr als ein enges Verhältnis hatten, aber sie begreift noch nicht, dass da noch ein anderer Zusammenhang zwischen ihnen besteht.
Nach und nach bemühen sich auch die Hebamme Swoboda, der Kaufmann Eisenberger und die Händlerin Froschauer mit allen möglichen Mitteln als würdige Erben aufzutreten, wobei sie sich gegenseitig als Erbschleicher beschuldigen.
Hieronymus sieht wie sich die Dinge entwickeln, amüsiert sich darüber und treibt dabei die Zankerei mit seiner Frau so weit, dass sie ihm mit Trennung droht.
Willy, der Verlobte von Gerdi merkt die Veränderung bei Gerdi seit der Ankunft des Amerikaners und vermutet das Schlimmste. Bei passender Gelegenheit ergreift er die Chance, um sich mit dem Gast aus Amerika auszusprechen. Hierbei wird ihm versichert, dass keine Konkurrenz bestehe und er sich um seine Verlobte keine Sorgen zu machen brauchte. In einem vertrauten Gespräch öffnet er Gerdi die Augen und klärt sie über die unterschiedlichste Liebe auf.
Nach weiterem Missverständnissen neigt sich das Erbschaftsgerangel dem Ende und ….lassen sie sich überraschen.


Wie kommt ein Musikverein zum Theaterspielen?  Hier eine Antwort:
In jeder Chronik des Vereins ist nachzulesen, dass über viele Jahre hinweg jährlich am 2. Weihnachtsfeiertag Theater gespielt wurde.
Der Regisseur dieses Stückes und Ehrenvorsitzender des Musikzuges Friedrich Müller wurde gebeten, aus Anlass des Vereinsjubiläums noch einmal die alte Tradition aufleben zu lassen. 

 

Quelle
Musikzug Bergklänge / Paul Winterscheidt
Zur Verfügung gestellt von
Friedrich Müller/ Winfried Görres
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