Der Schuljahrgang 1953: 60 Jahre später und leicht ergraut

Abgebildete Personen

Aufnahme: 2013

Der Schuljahrgang 1953: 60 Jahre später und leicht ergraut

Nach mehr als 6 Jahrzehnten trafen sich die „I-Dötzchen“ des Jahrgangs 1953 am 19. Oktober 2013 im Weinzimmer des Gasthauses Lichtenberg in Heisterbacherrott beim früheren „Pittermann“ zu ihrem 3. Klassentreffen. Der General-Anzeiger berichtete am 21.10. und das Extra-Blatt am 26.10.2013 hierüber.

Vorbereitet wurde das diesjährige Treffen von Irmlinde Klein (geb. Pfeffer), Erika Graziola (geb. Henseler) und Heinz-Erich Jonas, Die bisherigen Klassentreffen hatten die beiden unter der Führung von Brigitte Schreiber (geb. Lehmacher) organisiert. Brigitte starb 2010 nach schwerer Krankheit, viel zu früh, ebenso wie Ferdi Schmitz, der bereits am 22.04.1996 verstorben war. Beide wurden sehr vermisst und die Klassenkameraden hatten vor dem Treffen an den Gräbern „Auf dem Scheid“ mit einem Blumengebinde ein Erinnerungszeichen gesetzt.

Eine weite Anreise hatten sie nicht. Die weiteste Anfahrt hatte Professor Dr. Peter Frankenberg, der aus Bad Dürkheim kam, Manfred Schonauer aus Eschweiler bei Aachen und Mia Thoma geb. Münz aus Köln. Die anderen sind ihrer Heimat treu geblieben, so wie Wilfried Schmidt,  und wohnen noch im Ort oder in der näheren Umgebung. Peter Frankenberg ist der Sohn des früheren Klassenlehrers Gerhard Frankenberg, der damals die Klassen 4-6 unterrichtete. Frankenberg verließ die Klasse 1957 und wechselte ebenso wie Manfred Schonauer und Heinz-Erich Jonas zum Siebengebirgsgymnasium nach Bad Honnef. Er wurde nach dem Studium der Geographie, Geschichte und Geologie Professor in Bonn, Rektor der Universität Mannheim und von 2001-2011 Minister für Wissenschaft, Forschung und Kunst von Baden-Württemberg. Heinz-Erich Jonas studierte Mathematik, Physik und Informatik in Bonn, war als Diplom-Mathematiker in der Softwaretechnologieforschung am Fraunhofer Institut im Schloss Birlinghoven tätig, wechselte  zum Bundesministerium für Forschung und Technologie und ging als Ministerialrat und Referatsleiter im Bundeswirtschaftsministerium in den Ruhestand. Manfred Schonauer studierte Medizin in Bonn und ging als Röntgenologe nach Weisweiler bei Aachen.

Die meisten der Klasse sind inzwischen in Rente bzw. im Ruhestand. Gleich zwei ehemalige Küsterinnen gibt es in der Klasse: Helene Theil geb. Herr war 16 Jahre Küsterin an St. Judas Thaddäus in Heisterbacherrott, Christel Leven geb. Sains an St. Michael in Westerhausen bei Oberpleis - und zwei Dachdecker: Dieter Kuntze und Reiner Limbach. Jürgen Lichtenberg ist inzwischen als Leiter des Rechnungswesens der Konrad-Adenauer-Stiftung in Rente gegangen. Sportlich sind aber nicht nur die Herren, von denen viele beim TuS Siebengebirge Handball gespielt haben. So wagt sich beispielsweise Elisabeth Nietzer-Wijbenga an anspruchsvolle Gletscherwanderungen in Österreich und riskiert auch mutige Paragliding-Tandem-Sprünge in den Alpen bei Bruneck, als Abschiedsgeschenk der Firma Brune bei ihrer Verabschiedung in den Ruhestand.

Aber nicht alle sind im Ruhestand: Paul Henseler führt immer noch sein Handelsunternehmen für Diplomaten und Alfred Pütz arbeitet nach wie vor, wenn auch zeitlich eingeschränkt, als Elektriker.

Nicht teilnehmen konnten Renate Forkel-Braatz geb. Gorziellik und ihre Schwester Heidi Görres geb. Gorziellik. Auch Margot Henneking geb. Minten und Martin Münz waren verhindert, Christel Leven geb. Sains wegen Krankheit.

Während die Damen dank der Künste des Friseurhandwerks in gepflegten Frisuren erschienen, waren die Köpfe der Herren doch in den 60 Jahren stark ergraut oder sogar schneeweiß geworden, wobei nicht wenige eine Cabrio- oder Roadster-Frisur trugen – hier üblicherweise als „Pläät“ bezeichnet. So bot das Eintreffen der einen oder des anderen manche Überraschung – vor allem für diejenigen, die sich lange nicht mehr gesehen hatten.

Das Treffen hatte aber auch seine genussvollen Seiten, wozu die Speisekarte des Hauses Lichtenberg überzeugende Anregungen gab, die durch Kühles vom Fass und aus dem Weinkeller vorzüglich ergänzt wurden, wenngleich der eine oder andere Alkoholfreies vorzog, was der guten Stimmung aber keinen Abbruch tat.

Zur Verfügung gestellt von
Heinz Erich Jonas
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Schule Heisterbacherrott
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