Aufnahme: 1980
Die Stenzelbergschule vor der Aufstockung
Daten: Schul- und Gebäudeentwicklung
vor 1803 bekamen in Kloster Heisterbach bis Auflösung des Klosters nur wenige Kinder eine Unterweisung in Schreiben, Rechnen und Lesen.
Etwa 1804 hatte ein Junge namens Lambert Klein in Heisterbach diese drei Fächer erlernt, war davon begeistert und machte das Lehren zu seinem Beruf. Er unterrichtete im Anschluss interessierte Kinder auf privater Basis in den Häusern gegen kleines Entgelt. Das entwickelte sich so, dass bald von einem privaten Schulbezirk in Heisterbacherrott gesprochen wurde.
1814 gab der Generalgouverneur des Herzogtum Berg eine Anordnung heraus, nach dem Privatschulen einer staatlichen Aufsicht unterstellt und deren Lehrer sich einer Ausbildung von sechs Wochen mit anschließender Abschlussprüfung zu unterziehen hätten. Dies galt auch für Klein, der diesen Lehrgang mit anschließender Abschlussprüfung nachmachte. Nun, als staatlich geprüfter Lehrer konnte er hier seinen Beruf weiter ausüben. Es musste bald ein größerer Raum angemietet werden, der in dem Haus Ecke Petrusstraße Lauterbachstraße war.
1823 besuchten 63 Kinder diesen freiwilligen Unterricht.
1825 wurde von der preußischen Verwaltung die allgemeine Schulpflicht eingeführt, die in den nächsten 20 Jahren zu einer selbstständigen Einrichtung wurde.
1833 verstarb der erste Lehrer Lamberth Klein in Bennert.
1848 ist es so weit, dass hier ein eigenständiges Schulgebäude von der Gemeinde mit einem Klassenraum errichtet werden konnte. Das Ziegelsteingebäude ist 30 Fuß lang, 24 Fuß breit und bis zum Giebel 40 Fuß hoch. Die Lehrerwohnung befand sich im Erdgeschoss und der Klassenraum auf der I. Etage. Zu dem Utensilien gehörten 10 Pulte, 3 kleine Bänke, 2 Holztafeln, ein Pult für den Lehrer, ein Ofen und ein Kruzifix.
1899/1900. Durch Zugang von weiteren Schülern aus den naheliegenden kleineren Orten erfolgte wieder durch die Gemeinde ein neuer Schulbau mit 2 Klassenräumen. (mittlerweile ca. 120 Kinder)
18.04.1939 Die katholische Volksschule wird in eine Gemeinschaftsschule unter dem Begriff “Deutsche Volksschule“ umbenannt.
1946 Durch eine Abstimmung in der Zeit vom 11.bis 23. März sollte bestimmt werden, ob die Schule eine konfessionelle Volksschule oder eine katholische Volksschule werden solle. 89 % entschieden sich für eine katholische Volksschule.
1947 Durch die Vielzahl der Kinder wurde die Schule dreiklassig. Da aber nur zwei Klassenräume zur Verfügung standen, hatte immer eine Klasse im Wechsel Nachmittagsunterricht.
1948 bekommt die Schule ein eigenes Siegel mit dem Schriftzug „Katholische Volksschule“.
1956 Die Schule erhält auf dem seit Jahren schon erstellten Feuerwehrhaus einen dritten Klassenraum. Damit entfällt der Nachmittagsunterricht.
1966 Nach Absprache der beiden Schulleiter von Heisterbacherrott und Thomasberg, durch einen späteren Beschluss bestätigt, entstehen reine Jahrgangsklassen. In Heisterbacherrott verbleiben die Grundschulklassen 1 bis 6 und nach Thomasberg kommen die Oberstufen 7 und 8.
1967 kamen dann auch die Schüler des 5 und 6 Schuljahres nach Thomasberg und in Heisterbacherrott verblieben die Grundschulklassen bis zum 4ten Schuljahr. Thomasberg wurde damit zur Mittelpunktschule mit Schülern für die Schuljahre 5 bis 9. Ebenso erfolgte im gleichen Jahr die Festlegung neuer Schulgrenzen.
1965/68 Durch verbilligten Ankauf von Bauland, konnte die damalige noch selbstständige Gemeinde das dritte Schulgebäude mit der Namensgebung „Stenzelbergschule“ errichten. Die Umbenennung von Kath. Volksschule in Gemeinschaftsschule erfolgte später.
1968 Aufruf zu einer christlichen Gemeinschaftsschule.
1969 Nach der kommunalen Neuordnung wurde alles Stadt Königswinter und die schulischen Angelegenheiten wurden neu geregelt, womit der Zank und Streit wegen der Schüler der unteren Wiese entfällt. (Der Chronist Willi Schmidt berichtete darüber). Die Grundschule blieb in Heisterbacherrott und die Hauptschule wurde 1986 nach Oberpleis verlagert.
An baulichen Veränderungen erfolgten durch die Stadt an der Stenzelbergschule in den nachfolgenden Jahren:
Umgestaltung des Innenhofes mit Verfüllung der Brunnenanlage
1975 Erweiterungsbau für zwei Klassenräume als provisorische Klassenpavillons
1982 Auf das Flachdach des Hauptgebäudes kommt ein Walmdach
1983/84 Fertigstellung der Turnhalle
1998 Abriss des provisorischen Klassenpavillons
1999 Einweihung des neuen Gebäude für weitere 5 Klassen
2000/01 Aufstockung des Schulgebäudes
2005 Anbau Raum für Förderschule später Ganztagsschule
2019 Ein Zugang zu einer separaten Spielwiese
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