Aufnahme: 1954
Einführung des neuen Schulleiters Dr. Josef Koenen
Die Presse berichtete damals:
Neuer Schulleiter in Heisterbacherrott eingeführt
Rektor Dr. Josef Koenen wurde bei einem Festakt feierlich in sein neues, verantwortungsvolles Amt eingeführt.
In Anwesenheit von Pastor Müller und zahlreichen Gemeindevertretern fand in Heisterbacherrott die feierliche Amtseinführung des neuen Schulleiters Dr. Josef Koenen statt.
Lehrer Frankenberg und seine Schulkinder ernteten mit ihren musikalischen und literarischnen Vorträgen viel Beifall.
In seiner Einführungsrede sagte der neue Rektor, dass er bereits vor seinem Entschluss, nach Heisterbacherrott zu kommen, über Schulamt und Lehrerkollegium sehr viel Gutes gehört habe. Außerdem sei er hier kein Fremder, da er während seiner Studienzeit in Bonn des öfteren das Siebengebirge und Heisterbacherrott besucht habe.
„Besonders eng bin ich an diese Gemeinde durch die Tatsache verbunden", sagte Dr. Koenen, „dass ich als Student mit Pastor Müller zusammengewohnt habe." In diesem Zusammenhang versicherte er, dass er die enge Zusammenarbeit zwischen Kirche und Schule weitgehend fördern werde. Auch mit der Gemeindevertretung wolle er guten Kontakt halten. In jedem Falle käme es bei der Zusammenarbeit darauf an, die Sache und nicht die Person zu sehen. Ferner müsse sich auch das Elternhaus zur Schule bekennen, während auch er das Elternhaus jederzeit respektieren werde. Hier sei ein besonderes Vertrauensverhältnis notwendig; denn wenn nur ein Teil versage, gebe es eine Panne. „Die Eltern sind mir jederzeit in der Schule willkommen", sagte der Rektor, „wenn sie für die Belange der Kinder eintreten wollen." Dr. Koenen gab dann einen Abriss über die zukünftige Gestaltung des Unterrichtes.
Lehrer Frankenberg brachte in seinen Begrüßungsworten zum Ausdruck, dass die Schule in Heisterbacherrott im großen Maße das Elternhaus unterstützen müsse, da ein Teil der Eltern durch ihre Arbeit sich nicht hundertprozentig der Erziehung der Kinder widmen könne. Man solle Streiche der Kinder nicht übermäßig hart bestrafen. Es liege in der Natur der Kinder, nicht immer gesittet zu sein.
Bürgermeister Weiss dankte dem scheidenden Rektor Wimmert für seine Einsatzfreude. Er betonte, dass für die Schule Heisterbacherrott nunmehr ein neuer Zeitabschnitt gekommen sei. Er dankte ferner den kleinen Künstlern für die harmonische Einführungsstunde und drückte aus, dass eine gute Zusammenarbeit auch der Wunsch der Gemeinde sei. Einen treffenden Vergleich zwischen der Arbeit des Lehrers und des Gärtners zog der Vorsitzende der Schulpflegschaft, Herr Radermacher. „Genau so wie ein Gärtner seine Pflanzen pflegt und behütet, bis sie ausgewachsen sind, erziehe auch der Lehrer seine Kinder zu Menschen." Besonders schön sei, Kinder in einer so fröhlichen Gemeinschaft zu erziehen, wie es in Heisterbacherrott der Fall sei.
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