Aufnahme: 2012
Auf der Landstraße 268 wurden aus Sicherheitsgründen rund 80 Buchen gefällt
"(zi). Die L 268 zählt zu den Hauptverkehrsadern zwischen dem Talbereich von Königswinter und dem Bergbereich. Zwischen Oberdollendorf und Heisterbacherrott herrscht auf der idyllischen Strecke zu Hauptverkehrszeiten hohes Verkehrsaufkommen. Nach einem tragischen Unglücksfall im Kreis Neuwied im August dieses Jahres, bei dem ein Ehepaar bei Steimel von einem herabstürzenden Baum in seinem Auto erschlagen wurde, gilt das Augenmerk einmal mehr den Bäumen am Straßenrand. Vor dieser Kulisse wurden nun auch entlang der L 268 rund 80 Bäume, überwiegend Buchen, gefällt. Für zwei Tage blieb deshalb die Landstraße für den Verkehr gesperrt. 'Die Sicherheit hat höchste Priorität', erklärte Stephan Schütte, Fachgebietsleiter Staatswald beim Regionalforstamt Rhein-Sieg-Erft.
So mache etwa die Weißfäule den Ästen der hohen Buchen zu schaffen. Astgabeln, auch "Zwiesel" genannt", würden abfaulen und auf die Straßen stürzen. Das Gewicht so einer "Zwiesel" reiche aus, um beim Herabstürzen erheblichen Schaden anzurichten, so Schütte. Zehn Mitarbeiter arbeiteten mit zwei großen Maschinen. Bis zu zehn Meter in den Wald hinein wurden die ausgewählten Bäume abgeholzt. Mit ohrenbetäubendem Krach donnerten die mit Fällschnitt versehenen Bäume auf die Straße. Dass die Wucht so eines gewichtigen Aufpralls für Autofahrer und andere Verkehrsteilnehmer dramatische Folgen haben kann, wurde beim Ortstermin mehr als deutlich. Das gefällte Holz wird zum Teil verkauft oder in die angrenzenden Wildnisgebiete verbracht, wo es verrotten kann. Auf den gelichteten Waldflächen könne nun die Folgegeneration an Buchen wieder nachwachsen, so Schütte."
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