Aufnahme: 1956
Vogtsgasse, die ehemalige Bachstraße
Bis zur kommunalen Neuordnung 1969 war es die Bachstraße.
Im Bereich wo die Torstraße in die Vogtsgasse einmündet, teilte sich der Wasserverlauf des Lauterbach.
Durch ein kleines Bachbett am Rande des damaligen besseren Straßenweges floss ein Teil des Wassers hierüber in Richtung Ölbergstraße ab. Da der Lauterbach ein Quellengebiet in den Wiesen unterhalb von Gut Buschhof durchfloss, brachte er bei Regenwetter erheblich mehr Wasser.
Nach einem Unwetter Anfang der 1920er-Jahre waren die Anwohner 3 Tage ans Haus gebunden, denn solange war die Bachstraße überflutet.
Später baute man in Höhe der Torstraße, wo die Bachteilung erfolgte, eine Betonmauer wodurch der Ablauf des Wassers durch die Bachstraße unterbunden wurde. Nur bei sehr starkem Regen konnte es passieren, dass die Mauer wenig nutzte, da die Richtungsänderung des Bachlaufes in diesem Bereich zu stark war.
Als der damalige Bürgermeister Weiss die Bachstraße 1951 kanalisieren wollte, haben hierfür die Anlieger spontan 70 Zementrohre gestiftet.
Die Straßenbezeichnung "Vogtsgasse" hat keinerlei Beziehung auf irgend einen historischen Hintergrund. Er ist willkürlich von der Verwaltung vorgeschlagen worden.
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