Aufnahme: 1950
Die Oelbergstraße vor der ersten Kanalisation und Asphaltierung
Noch laufen die Abwässer rechts und links der Straße entlang.
1953 begann die Gemeinde mit der Verlegung eines Kanals auf der Oelbergstraße im Rahmen des Hand- und Spanndienstes. Hand- und Spanndienst hieß für die Bürger, dass aus jedem Haushalt eine männliche Person jährlich zu einer Arbeit innerhalb der Gemeinde herangezogen wurde. Wer nicht konnte, musste die Arbeiten durch einen anderen ausführen lassen oder zahlen.
Aus einem Gemeindebeschluss von 1960:
... "Nach einem Urteil des Bundesverwaltungsgerichtshofes sind Hand- und Spanndienste nur in solchen Gemeinden zulässig, in denen die Erwerbspersonen in ihrer Mehrzahl in der Landwirtschaft tätig sind."
Da diese Voraussetzungen hier für diesen Ort nicht mehr gegeben sind, beschließt der Gemeinderat einstimmig, die Leistung von Hand- und Spanndiensten nicht mehr zu verlangen.
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