An der Gaststätte Mohr/Weiler einige Monate vor Beginn des Zweiten Weltkrieges

Abgebildete Personen

Aufnahme: 1939

An der Gaststätte Mohr/Weiler einige Monate vor Beginn des Zweiten Weltkrieges

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Der Blick fällt über den Kreuzungsbereich Dollendorfer Straße / Siebengebirgsstraße / Am Blauen See zur Gaststätte Mohr/Weiler, die im Hintergrund zu erkennen ist.

Neben den Richtungswegweisern nach Oberpleis und Niederdollendorf (am rechten Bildrand) stand damals ein Birnbaum, der nach dem Ende des 2. Weltkrieges für eine Zeit lang für die Einwohner von Grengelsbitze eine wichtige Rolle spielte, wie ein Zeitzeuge noch berichten kann:
Nach Kriegsende zogen marodierende Banden (freigelassene Zwangsarbeiter und andere Plünderer) vom Westerwald kommend bis zum Rhein und sorgten mit ihren Überfällen für Unruhe in der hiesigen Bevölkerung. Zum Schutz vor diesen Banden hatten die Einwohner von Grengelsbitze an diesem Birnbaum eine Eisenbahnschiene und eine Eisenstange befestigt, mit deren Hilfe der erste, der von einem Überfall in der näheren Umgebung erfuhr, durch lautes Klopfen einen Alarm auslöste. Weitergeleitet wurde der Alarm von Haus zu Haus, indem die Hausbewohner durch Klopfen auf eine an jedem Haus befestigte leere Messingkartusche einer Flugabwehrkanone das vereinbarte Geräusch erzeugten.

An zwei im Bild zu erkennenden Bäumen am Straßenrand der Dollendorfer Straße war jeweils ein weißer Streifen angebracht, der durch den Anstrich mit Kalk entstanden war. Damit sollte den damaligen Verkehrsteilnehmern das Erkennen des Straßenverlaufes bei Nacht oder tagsüber bei schlechter Sicht erleichtert werden.

Zur Verfügung gestellt von
Christian Landsberg
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