Aufnahme: 1895
Die Heisterbacher Talbahn im Arbeitseinsatz in Grengelsbitze Lok 3 "Willy"
Wegen Funkenflug waren anfangs die Loks noch mit einem einfachen Kobel auf dem Schornstein versehen.
Auch an dieser Lok ist unter dem Kessel der Saugschlauch erkennbar. Das Wasser wurde auf dem Scheidt, im Bereich des Anschlussgleises zum Weilberg, aus einem Wasserloch genommen, welches hier kalkarm war. In der Zeit der Wasseraufnahme konnte das Lokpersonal in Ruhe ihr Pfeifchen rauchen.
All diese Steinwaggons besaßen noch keine zentrale Bremsanlage. Auf mehreren Waggons waren Leute, die Bremser, die bei Talfahrt von Wagen zu Wagen eilten und mit einer Handkurbel durch auf- oder zudrehen die einzelnen Bremsen an den Wagen betätigten.
Die Konzession für die Streckenerweiterung vom Limperichsberg bis Grengelsbitze (wichtig für die Steinbrüche am Steinringerberg und am Scharfenberg) erteilte der Regierungspräsident am 21. August 1893 für 41 Jahre. Die Betriebsaufnahme dieser neuen Strecke erfolgte aber erst am 1. April 1894. Die Kosten hierfür betrugen 140.000,- Mark.
Durch einen Tunnel wurde das Steinmaterial aus dem Bruch "Kleiner Scharfenberg" mit Loren zur Verladerampe transportiert. Im Mai 1922 legte die Basalt AG Linz den Steinbruch still, der dann voll Wasser lief und sich der "Blaue See" bildete.
Am "Großen Scharfenberg" wurde von der Firma J.G. Adrian Oberkassel noch bis 1932 Steinmaterial abgebaut.
Etwas zu ergänzen?
Kennen Sie abgebildete Personen, das Jahr oder Hintergründe zu diesem Bild? Schicken Sie uns einen Hinweis – wir prüfen ihn und ergänzen das Objekt.