20. Mundartnachmittag im Haus Schlesien

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Aufnahme: 2023

20. Mundartnachmittag im Haus Schlesien

Zum 20. Mal präsentierte der Heimatverein Heisterbacherrott seinen traditionellen Mundartnachmittag. „Für uns ist es eine Freude, wieder eine so große Zahl von Texten und Liedern zu erleben, eine Auswahl in unserer Mundartsprache nach dem Motto 'Wie uus de Muul jewaaße es' und damit die Mundart zu pflegen", so Helmut Zimmer, Vorsitzender des Heimatvereins. „Wir begehen heute aber nicht nur einen Jubiläums-Mundartnachmittag, wir denken vielmehr auch daran, dass unser schönes Hesprott vor 850 Jahren unter dem Namen „Rhoda" erstmals erwähnt wurde. Da dachte man sicher noch nicht an die Erhaltung der Muttersprooch, man hätt ever sicher och domols at jewaltich de Schnüss jeschwaat."

Helmut Zimmer begrüßte die Ehrengäste, die in den letzten 20 Jahren die Mundartnachmittage bereichert haben. Da war Ehrenmitglied Erich Steffes zu nennen, der viele Jahre zum Gelingen der Nachmittage beigetragen und das Abschlusslied „Us Hesprott" gedichtet hat. „Ich begrüße Johannes Herzog, der in den Jahren 2002 bis 2007 der musikalische Begleiter unserer Veranstaltung war. Lothar Vreden ist ebenfalls anwesend, er war 2003 unser Gastredner", so der Vorsitzende. Wer kennt Willi Armbröster nicht. Er hat 2003 und 2012 Vorträge gehalten und ist auch bei diesem Mundartnachmittag wieder dabei. Karl-Willi Weck hat bereits 2006 als Gastredner begeistert. Auch Elfi Steickmann hat in ihrer unnachahmlichen Art in den Jahren 2007 und 2008 die Zuhörer erfreut. 2013 und 2014 waren die Jahre von Ingeborg Lachmann und Felicitas Rinke. Sie unterhielten die Gäste in schlesischer Mundart und hatten damit viel Erfolg. „Auch Willi Birenfeld ist unserer Einladung gefolgt, er hat 2014 erfolgreich mitgemacht", so Zimmer, „Unser Mitglied Paul Winterscheidt hat 2015 aus einem seiner Bücher vorgetragen und uns damit die rheinische Mundart näher gebracht. Natürlich ist dem Heimatverein auch die Völkerverständigung zwischen Heisterbacherrott und Thomasberg nicht fremd. Das hat man 2019 mit Hermann-Josef Thomas, Vorsitzender des Bürgervereins Thomasberg und Mitglied des Heimatvereins, bewiesen.

Ein „herzlich willkommen" ging auch an den 1. Bürger der Stadt, Bürgermeister Lutz Wagner, der die Einladung zu diesem Nachmittag mit Freude angenommen hatte und einige Worte an die Anwesenden richtete (Foto unten). Er hatte zuvor die vom Heimatverein gestiftete Gedenktafel „850 Jahre Heisterbacherrott" am „Denkmal der Leddeköpp" enthüllt und sie damit an die Öffentlichkeit übergeben (siehe Link unten). „An dieser Stelle geht ein herzlicher Dank an den 'Steinmetzbetrieb Michael Reusch und Sohn' aus Thomasberg. Der Michael, der Mitglied unseres Vereins ist, hat nicht nur die Stehle und das Baumaterial gespendet, sondern mit seinem Sohn Markus auch die Arbeiten zur Installation der Stehle durchgeführt", so Zimmer. Ein kräftiger Applaus war beiden sicher.

Quelle
Rundblick Siebengebirge vom 11.11.2023 - Woche 45 - Seite 6 (Text)
Zur Verfügung gestellt von
Rautenberg Media KG (Rundblick) / Lothar Vreden (Fotos) Gedenktafel „850 Jahre Heisterbacherrott"
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