Gedenken an vielen Orten in Königswinter

Abgebildete Personen

Aufnahme: 2023

Gedenken an vielen Orten in Königswinter

Gedenkfeiern fanden in der Altstadt, in Eudenbach, Ittenbach, Oberdollendorf, Oberpleis, Stieldorf und Thomasberg sowie in Heisterbacherrott statt

In Heisterbacherrott hatte der Bürgerfestausschuss mit Wolfgang Thiebes und der Bürgerverein mit Helmut Zimmer am Denkmal auf dem Vorplatz der kath. Kirche eingeladen. „Auch in unserem Dorf gibt es Menschen, die wirklich mit Schrecken an den vor 78 Jahren beendeten Weltkrieg denken", so Thiebes, „Wir gedenken auch heute der Opfer von Gewalt und der Toten der Weltkriege, der aktuellen Konflikte und kriegerischen Handlungen wie zum Beispiel der Angriff der russischen Armee auf die Ukraine, der terroristische Überfall der palästinensischen Hamas auf Israel und die zivilen Opfer durch die heftigen israelischen Reaktionen in Gaza.

Der Volkstrauertag erinnert in Deutschland an die Opfer von Gewalt und Krieg aller Nationen. Wir sind heute hier zusammengekommen, um das Andenken an die Menschen zu bewahren, die weltweit und auch in unserem Land Opfer von Krieg und Gewalt wurden. Für viele unserer Mitmenschen hat das Gedenken am Volkstrauertag einen ganz persönlichen Bezug. Sie trauern um Angehörige oder Freunde, die sie in den Kriegen von gestern und heute verloren haben. Der Volkstrauertag, eingeführt 1922 als Gedenktag für die im Ersten Weltkrieg gestorbenen Soldaten, wandelt seither seine Bedeutung parallel zum Wechsel der politischen Systeme. Im Nationalsozialismus wurde er zum Heldengedenktag, in der Bundesrepublik Deutschland seit 1952 zum Gedenktag für alle Opfer von Krieg und Gewalt.

Dieser Tag ist nicht nur ein Tag der Trauer, er ist auch ein Tag der Ermutigung zum Engagement, sich für andere einzusetzen. Heute und morgen kommen vielerorts Menschen zusammen, die Frieden und Menschenrechte als Richtschnur ihres Handelns ansehen. Menschen, die sich in ihrer Nachbarschaft, ihren Städten und Gemeinden, ja, in unserem ganzen Land dafür einsetzen. Heute bekunden sie und wir, dass wir die Botschaft der Toten hören und ernst nehmen."

Helmut Zimmer und Wolfgang Thiebes legten den Kranz, der zuvor bei der Messe in der kath. Kirche St. Judas Thaddäus vor dem Altar abgelegt war, am Ehrenmal des Ortes nieder. Karin Köppe, kath. Kirche, sprach einige christliche Worte und ein Gebet. Janina Haufe, ev. Kirche, wendete sich mit einer kurzen Rede an alle Anwesenden. Trompeter Malte Gilka und Trommler Rudi Schumacher, beide von den Bergklängen, begleiteten die Gedenkfeier musikalisch.

Quelle
Rundblick Siebengebirge vom 25.11.2023 - Woche 47 - Seite 9
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