Aufnahme: 2014
Oktoberfest im Saale Lichtenberg 2014
Der Musikzug „Bergklänge" war auf dem Oktoberfest nicht zu bremsen.
Dirndl und Waden wurden prämiert.
Heisterbacherrott. Bereits zum 9.Mal hieß es im Saal Lichtenberg „o'zapft is". Der Musikzug „Bergklänge" hatte zu diesem Bayrischen Abend in den Saal Lichtenberg geladen. Zünftig ging es her, und da durften die üblichen Wettbewerbe natürlich nicht fehlen. Die Musiker hatten sich standesgemäß gekleidet und präsentierten auf der Bühne Dirndl und Lederhosen. Einen wahren Musikmarathon legten sie hin, über bayrische Lieder bis hin zu Musik aus Funk und Fernsehen. Unter ihrer Dirigentin Caroline Neußer waren sie kaum zu bremsen. Mit dem traditionellen Fassanstich begann der feucht fröhliche Abend. Thomas Jägermann und Fritz Niggemann vom Stadtverband der Schützenvereine aus Hamm/Westfalen schwangen den Hammer und schon saß der Zapfhahn mit einem gezielten Schlag. Moderator Bruno Orth führte mit süddeutschem Akzent durch den Abend. Als es dann darum ging die fechesten Madeln auf die Bühne zu holen und das schönste Dirndl zu prämieren, lief er zur Höchstform auf. Aber nicht nur das Dirndl, auch die Dame, die darin steckte, wurde von den Juroren, dies waren alle Gäste, genau betrachtet. Ihr Urteil: Linda Klinke sah in ihrem Dirndl am besten aus. Für die schönsten Männer-Waden bekam Jörg von der Linden den größten Applaus. Zu jedem Oktoberfest gehört ein Baumstamm, der zu zersägen ist. Raimund Plum und Michael Grundhörer sägten die Scheibe in nur 47 Sekunden ab und waren damit uneinholbare Sieger in diesem Wettbewerb. Wenn nicht Fritz Niggemann im Saal gewesen wäre. Bevor er am 17. 0ktober seinen 86.Geburtstag feiert, wollte er nochmals unter Beweis stellen, dass er mit dem Jungvolk noch in jeder Hinsicht mithalten konnte. Wenn er auch nicht schneller war, seine Leistung wurde dennoch von tosendem Applaus begleitet. Nachdem noch ein Stück des Stammes übrig geblieben war, durfte sich jeder, der mochte mit einem Hammer bewaffnen und mit möglichst wenigen Schlägen einen Nagel versenken. Zu vorgerückter Stunde stellte sich schnell heraus, dass es um die Treffsicherheit nicht mehr ganz so gut bestellt war. Alles in allem hatten alle ihren Spaß, die Bergklänge mit ihren Instrumenten, die Dirigentin mit ihrem Taktstock, die „Buam mit ihren Madels“, der Moderator mit der guten Stimmung und die Prämierten mit ihren Geschenken. Gemütlichkeit pur, so ging dann das Oktoberfest zu sehr, sehr später Stunde zu Ende.
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