Das lustige Völkchen am Stenzelberg

Abgebildete Personen

Aufnahme: 1991

Das lustige Völkchen am Stenzelberg

Martin Schumacher schrieb ein Stück über die Geschichte des Stenzelberges, ein Lustspiel in drei Akten. Die erfolgreiche Premiere fand unter der Mithilfe des Musikzuges „Bergklänge" in der Aula der Stenzelbergschule statt. Das Publikum war begeistert und der Beifall, auch auf offener Szene, wollte schier kein Ende nehmen. Nach rund 50 Jahren wurde damit die alte Tradition des Theaterspielens in Heisterbacherrott wieder aufgenommen.
Der erste Akt spielt in der Gegenwart. Caesarius von Heisterbach (Jochen Pflugradt) ist auf einer Bank am Stenzelberg eingeschlafen. Er wird von einem Pärchen (Klaus Marwinski und Silvia Sprötge) geweckt und versteckt sich im Wald. Da das junge Mädchen fußballbegeistert ist, hat sich ihr Freund ein Trikot angezogen. Als sich die Beiden auf der Bank näherkommen, fällt ein Schuß und die Bank kracht zusammen. Ein schielender Förster (Albert Lehmacher) hat das Pärchen auf der Bank für Wild gehalten.
Im zweiten Akt, der um 1700 spielt, wird die Geschichte von der „Tant Nies" (Leni Kill) erzählt. Sie war mit einem Förster aus Ittenbach verlobt. Lange Zeit war er verschollen, doch jetzt entlarvte die „Nies" ihren Verlobten mit Hilfe des Abtes von Heisterbach (Matthias Krämer). Im Kloster hatte sich der ehemalige Förster als Klosterbruder Jupp eingeschlichen.
In der Zeit, als die meisten Heisterbacherrotter als „Ledderköpp" in den Steinbrüchen am Stenzelberg ihr Brot verdienten, spielt der dritte Akt. Lustig die Szene, wo die Frauen ihren Männern das Essen bringen. Es wird aber auch die Geschichte von einem Mann erzählt, der für die Steinbrucharbeiter im Ort Schnaps kaufen sollte. Auf dem Rückweg stürzte er, doch keiner fragt ihn, ob er sich verletzt habe, sondern „wievell Flasche senn kapott jejange". An der Aufführung nahmen 25 Laienschauspieler/ innen teil.

Quelle
Echo des Siebengebirges
Zur Verfügung gestellt von
Friedrich Müller
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