Aufnahme: 1984
Städtepartnerschaft
Eine beachtliche Leistung zeigte bei diesem Weiherfest im Fähndelschwenken der "Oldtimer" Friedrich Müller.
Mehrzweckhalle in Heisterbacherrott bewährte sich erneut
Der zweite Tag der englischen Woche, aus Anlass der zehnjährigen Städtepartnerschaft zwischen Königswinter und Cleethorpes, brachte auch im Berggebiet der neuen Stadt Königswinter erste Höhepunkte. Dabei bewährten sich die gute Freundschaft zwischen den Bürgern aus Heisterbacherrott und Thomasberg, wie auch die neue Heisterbacherrotter Mehrzweckhalle. Außerdem hatte der Bürgerfestausschuss (BFA) Heisterbacherrott sein traditionelles Weiherfest in die Großveranstaltung „eingebettet". Es wurden mehrere tausend Besucher registriert.
Eingeleitet wurden die Veranstaltungen mit einem Festgottesdienst in der St. Josefs Pfarrkirche in Thomasberg, den der Thomasberger Pfarrer Paul Woelki und Reverend Andrew Way aus Cleethorpes zelebrierten.
Dabei wurden von der Pfarrkirchenchören St. Josef Thomasberg und St. Michael Niederdollendorf unter Leitung von Ludwig Kurenbach die „Missa brevis in C-Dur", die „Spatzenmesse", von Wolfgang Amadeus Mozart aufgeführt. Die musikalische Begleitung hatte das Jugendorchester Grimsby-Cleethorpes übernommen. Chöre und Jugendorchester erwiesen sich als eine hervorragende Musiziergemeinschaft, die ihre Bewährungsprobe schon bei einem Besuch der beiden Chöre in Cleethorpes bestanden hat. Dass sich die Chorgemeinschaft und das Jugendorchester so gut ergänzen, liegt auch an Ludwig Kurenbach, den genialen und unermüdlichen Dirigenten der beiden Chöre. Das wusste auch Pfarrer Paul Woelki, der die Bedeutung der Städtepartnerschaft im Sinne der Völkerverständigung und der Erhaltung des Friedens unterstrich, in einer Ansprache zu würdigen. Im Anschluss daran begannen am Weiher im Heisterbacherrotter Bürgerpark und in der Mehrzweckhalle ein musikalischer Frühschoppen und ein Konzert an dem mehrere Chöre aus dem Stadtgebiet mitwirkten. Es musizierten der Musikzug „Bergklänge", die Siebengebirgstiroler" aus Heisterbacherrott, die Tambourkorps der „Bergklänge" und aus Thomasberg. Eine besondere Attraktion war das Fähndelschwenken, bei dem die Fähnriche des Junggesellenvereins „Edelweiß" aus Stieldorferhohn, Dirk Armbröster, Karl-Heinz Mohr und Dirk Wichartz, Werner Jonas vom Tambourkorps Thomasberg und Ratsmitglied Friedrich Müller, als „Oldtimer" ihr hervorragendes Können präsentierten.
In der Mehrzweckhalle wurden die Besucher von mehreren Chören aus dem Stadtgebiet und dem Chor der britischen Botschaft in Bonn mit einem guten Konzert überrascht. Der Quartett-Verein Siebengebirge erfreute dabei mit dem Vortrag der „Amboss-Polka" im Satz von Karl-Heinz Steinfeld und den schottischen Volksweisen „Amazing Grace" und „Alud Lang Syne" im Satz von Otto Groll unter der sicheren Stabführung von Gerd Beines. Die Sängerjugend „Siebengebirge" brachte unter Leitung von Ingrid Goethe Werke von Kronberg, Bachofen und Peter Brettner gut zu Gehör und die vereinigten Kirchenchöre aus Thomasberg und Niederdollendorf unter der Leitung von Ludwig Kurenbach Lieder von Saaby, Gus Anton und Quirin Rische. Unter ihrem bewährten Chorleiter Uwe Rondorf sangen die Sänger der „Gemütlichkeit" aus Rauschendorf Lieder von Heuken, Zelter und Pappert in gewohnter, guter Manier. Beschlossen wurde das Konzert von den „Original Siebengebirglern" des Musikzuges „Bergklänge" unter Willi Wels.
Der Vorsitzende des BFA, Hans-Willi Gathen hatte die Festivitäten eröffnet. Sein Dank galt den zahlreichen Helfern aus den Vereinen, die die Besucher mit Getränken und Speisen aller Art versorgten. Dabei wurde als Mittagessen eine schmackhafte Erbsensuppe und Eisbein mit Sauerkraut -- „sehr lecker" -- serviert. Am Weiher gab es darüber hinaus Grillspezialitäten, die ebenfalls reißenden Absatz fanden.
Große Beachtung fand auch eine Oldtimer-Schau, die vom Triumpf-Register Deutschland, Ortsgruppe Köln, auf dem Parkplatz gegenüber vom Haus Schlesien gezeigt wurde. Immerhin waren 20 Fahrzeuge Baujahr 1950 bis 1972 zu bewundern. Auch ein echter englischer „Bobby" war hier zu bewundern, der sich um die Verkehrsregelung auf dem Parkplatz mit typischer englischer Gelassenheit bemühte.
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