60 Jahre Musikzug "Bergklänge"

Aufnahme: 1983

60 Jahre Musikzug "Bergklänge"

Eingebettet war dieses Jubiläum in das Kreismusikfest, welches im Jahr 1983 in Heisterbacherrott ausgetragen wurde.

In diesem Festgottesdienst hatte Pfarrer Dr. Anton Ly seine Predigt passend zum Jubiläum wie auch auf die Musik der deutschen Singmesse ausgerichtet ,die hier wiedergegeben wird:

Liebe Musikfreunde.
Zu Ihrem Jubiläum meine herzlichste Gratulation. Sie wollen das 60 jährige Bestehen Ihres Vereins mit einem Gottesdienst beginnen, das ist recht und würdig, denn Gott ist Ursprung aller Dinge, auch der Musik. Die Musik steht im Mittelpunkt unseres Festes, dieses wunderbare Gebilde, das der Physiker nüchtern nach der Zahl von Schwingungen misst und das doch die Herzen der Menschen bewegt und sie verwandelt, erfreut und Gemeinschaft stiftet, tröstet und verbindet selbst, dort wo Worte versagen. Dieses wunderbare Gebilde , das Gott uns in seiner Schöpfung geschenkt hat, in dem er uns gar ein Gleichnis unseres Lebens gegeben hat.

Melodie –einmaliger Gedanke.
Jedes Musikstück lebt von seiner Melodie. Der Phantasie für immer neue Melodien sind keine Grenzen gesetzt. Nur sieben Noten zählt die Tonleiter, doch was lässt sich daraus machen! Und jedes Instrument gibt seine Klangfarbe dazu, ob Flöte, Violine oder Posaune. Vom Grundton geht die Melodie aus, schwingt sich durch Höhen und Tiefen, um zum Grundton zurückzukehren.
Ist es nicht so auch mit unserem Menschenleben? Vier Milliarden Menschen leben auf unserer Erde. Keiner gleicht dem anderen. Und jeder Mensch ist einmalig, unverwechselbar, in erstaunlicher Vielfalt. Jedes Leben hat seine Melodie, mit seinen Höhen und Tiefen, seinem Ausgangspunkt und seinem Ende.

„Es kann kein Ton so lieblich sein, als wenn das Herz mit Gott stimmt überein“ –mit Gott, der die Liebe ist. Es gilt das Wort des hl. Paulus an die Korinher: „Hätte ich die Liebe nicht, wäre ich ein tönerndes Blech oder ein lärmendes Schlagzeug“. (1.Kor 13.1)

Josef Haydn schrieb kurz vor seinem Tod und er fand darin gleichsam sein ganzes Lebensprogramm zusammen:  “Ich hab´s mit meinem Leben gehalten wie mit meinen Kompositionen. Ich habe sie mit Gott begonnen und Laus Deo beendet. Gottes Lob war der goldene Faden, der sich durch mein ganzes Leben zog“. Er verstand, was den tiefsten Sinn unseres Lebens ausmacht, nicht Arbeit, nicht Jagd  nach Geld und Ehre, sondern das wir Gott und den Menschen mit einem liebenden Herzen dienen und unser Leben zu einem Loblied machen.

Quelle
Musikzug Bergklänge
Zur Verfügung gestellt von
Friedrich Müller
Räume & Galerien
Vereine Heisterbacherrott
Aufrufe
269

Etwas zu ergänzen?

Kennen Sie abgebildete Personen, das Jahr oder Hintergründe zu diesem Bild? Schicken Sie uns einen Hinweis – wir prüfen ihn und ergänzen das Objekt.