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Geburtstagsfeier mit vielen Freunden - Tambourcorps „Siebengebirge" Thomasberg feiert 100. Geburtstag
Mit einem großen Sommer- und Familienfest hat das Tambourcorps „Siebengebirge" Thomasberg am letzten Feriensamstag seinen 100. Geburtstag gefeiert. Los ging es mit einem Festzug durchs Dorf, gefolgt von einer Riesenfete auf dem Franz-Unterstell-Platz. Mit dabei waren viele befreundete Vereine, die mit ihren Vorträgen den Zuschauern einen unvergesslichen Tag bescherten. Besonders beeindruckend war das Gemeinschaftskonzert aller beteiligten Musikvereinen im Anschluss an den Festumzug.
Während sich die Eltern an den Darbietungen auf der Bühne erfreuten, konnten sich die Kinder beim Kinderschminken, Glücksrad, der Hüpfburg und vielen anderen Aktivitäten austoben und hatten viel Spaß. Im Anschluss folgte eine Party mit DJ, auf der gemeinsam bis in die Nacht gefeiert wurde.
Das Geburtstagskind zählt zurzeit 74 inaktive und 38 aktive Mitglieder, davon sechs in der Ausbildung. 1922 gründeten junge Männer rund um Josef Büsgen mitten in der Inflation das Tambour-Sport-Corps „Siebengebirge" Thomasberg. Bereits zuvor hatten sie das Spielen mit Trommeln und Flöten erlernt, allerdings waren sie damals noch eine Abteilung des Turnvereins. Bis in die Mitte der 1950er-Jahre leitete Büsgen dann den Verein.
Im Jahr 1980 fand mit der Umstellung auf Noten ein großer Umbruch statt, aber das Repertoire konnte so erweitert werden. „Die Umstellung durch unseren damaligen Ausbilder Herbert Rupp war schon schwierig, gleichzeitig aber auch genau der notwendige Schritt in die richtige Richtung", so der Vorsitzende Florian Willwerts.
Gespielt wird vor allem bei Brauchtumsfeiern wie Maifesten, Schützenfesten, Sankt Martinszügen, aber auch in Festgottesdiensten und natürlich im Karneval. Von Anfang an begleitete das Tambourcorps die Strücher KG bei ihren Auftritten. Einige Jahre war das Corps auch Regimentsspielmannszug der Godesberger Stadtsoldaten, bis eine spontane Vertretung zu einer neuen Kooperation führte. Seit 20 Jahren begleiten die Thomasberger als Regimentsspielmannszug die Siegburger Funken „Blau-Weiss" von 1859 e.V. Zahlreiche Auftritte führten die Musiker quer durch Deutschland und ins benachbarte Ausland. In München waren sie bei der Verleihung des Karl-Valentin-Ordens im Deutschen Theater dabei und auch in der Fernsehsitzung „Frankfurt Hellau" spielten sie auf.
Die Pandemie mit wenigen Terminen ging auch am Thomasberger Tambourcorps nicht spurlos vorbei. Trotzdem konnten sogar noch neue Mitglieder hinzugewonnen werden. Unterricht wurde online erteilt. Auf dem Vorplatz des Franz-Unterstell-Saales gab es Übungseinheiten, bei denen die Spielleute an genau markierten Stellen Position einnahmen, um die geltenden Abstandsregelungen einzuhalten. Es gab vereinzelte Auftritte, besonders vor Kinder- und Altenheimen. Die „Musik gegen Einsamkeit" schweißte auch das Corps zusammen.
Willwerts ist „stolz darauf, in einem Verein zu sein, in dem es egal ist, was du hast oder bist, in dem Alter und Herkunft keine Rolle spielen und bei dem die ganze Familie einem gemeinsamen Hobby nachgehen kann". „Große wie kleine Mitglieder genießen es, beim gemeinsamen Musizieren ein wichtiger Teil einer Gemeinschaft zu sein."
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